
Fröhliches Treiben
Festivals im Mai
01.05. – 03.06.2026 Internationales Musikfest Hamburg
Jährlich feiert die Elbphilharmonie den Abschluss der Saison mit einem großen Festival. Ganze 5 Wochen widmet sie in diesem Jahr dem Festival-Thema „Ende“, frei nach Hermann Hesse: Allem Ende wohnt ein Zauber inne. Zwei 100-jährige Jubiläen rücken dabei in den Fokus – die Geburtstage des Komponisten Hans Werner Henze und des wichtigsten Jazzmusikers des 20. Jahrhunderts, Miles Davis. Doch auch nischigeren Künstler*innen gibt das Festival Raum: Die dreiteilige Konzertreihe »Lost Music« präsentiert Musikkulturen von der Krim, aus dem Libanon und Afghanistan, die akut vom Aussterben bedroht sind, weil sie aus politischen oder konfessionellen Gründen unterdrückt werden. Mit Nial Khalilova, Natalia Rybka-Parkhomenko, Elaha Soroor (Foto), Ghada Shbeir uvm. Infos
02.05. – 09.05.2026 Women in Jazz, Halle
Die Idee für das einzigartige Festival für Jazzmusikerinnen* aus aller Welt, wurde vor 20 Jahren geboren. Inzwischen ist es längst eine feste Institution in Halle, das nicht nur internationale Künstler*innen auf die Bühne bringt, sondern auch junge Talente fördert und ebenjene mit dem „Women in Jazz Next Generation / Jazzpreis der Stadt Halle“ würdigt. Im Rahmen des Festivals werden sich die drei Finalistinnen des diesjährigen Jazzcontests Pinar Tatlikazan Quartet, Camona und Me&T am 5. Mai beim Preisträgerkonzert präsentieren, der mit der Verleihung des Preises endet. Außerdem freuen wir uns auf das Trio Choralconcert ft. Pascal von Wroblewsky, das Kirke Karja Trio, Kadri Voorand, Somi, Angélique Kidjo & Band, das Eva Klesse Quartet und die Saxophonistin Nubya Garcia (Foto). Infos
02.05. – 10.05.2026 folkBALTICA, Schleswig-Holstein & Dänemark
Unter dem Motto „Horizonte“ lädt folkBALTICA zu Neuentdeckungen und Wiederbegegnungen ein, zu spannenden Konzerten, die uns weit über die Horizonte von Ost- und Nordsee hinaushorchen lassen. Von Husum bis Föhr und Sønderborg bis Flensburg werden in der 1. Maiwoche feinste Folksounds erklingen – erstmals mit einer Band als Hauskünstler*innen: dem dänischen Trio Stundom. Mit dem Kiming Ensemble, Ida Marie Jessen, Mette Kathrine Jensen (Foto), Flach I Østerby, Baltic Sea String Band, Groupa & Marta Matuszna, Nichtseattle, Helene Blum, Britta Kold, Karoliina Kreintaal , Baltic Sisters, Synnøve Brøndbo Plassen und Ordseglarna. Infos
07.05. – 21.07.2026 Klavier-Festival Ruhr, Ruhrgebiet
Das Klavier-Festival Ruhr ist das größte Festival für Klaviermusik weltweit. Seit seiner Gründung fast 40 Jahren vereint es jeden Sommer internationale Stars der Szene, vielversprechende Nachwuchstalente und außergewöhnliche musikalische Konzepte. In Konzertsälen, Industriedenkmälern, auf Kleinkunstbühnen und in Museen im Ruhrgebiet sowie in Düsseldorf, Wuppertal und Umgebung finden dabei rund 60 Konzerte statt. Ob Wiener Klassiker, Barock, Romantik oder zeitgenössische Musik, ob Jazz oder Pop, Solorezital, Kammermusik, mit Band oder Orchester oder Klavier & Elektronik – das Festival bildet die gesamte stilistische und klangliche Vielfalt der Tasteninstrumente ab. Im Rahmen des Festival-Schwerpunkts „Zeit für Bartók“ werden 175 Schüler*innen beim Education-Konzertabend Choreografien und Musikstücke mit Werken von Béla Bartók, Claude Debussy u. a. präsentieren, gemeinsam mit den Pianistinnen Liga Korne und Antoniya Yordanova. Außerdem dabei: Yulianna Avdeeva, Veronika Eberle & Julia Hagen, Alina Ibragimova, Junyan Chen, Shuteen Erdenebaatar & Nils Kugelmann, Olga Paschchenko, Mariam Batsashvili (Foto: Josef Fischnaller), Anna Vinnitskaya, Imogen Cooper, Vicky Chow, Francesco Tristano & Marialy Pacheco, Diana Krall, Clare Hammond und Alexandra Dovgan. Infos
08.05. – 30.05.2026 Queer Festival, Heidelberg
Noch bevor der Sommer kommt, wird Heidelberg schon richtig bunt, wenn im Mai wieder queere Kultur in all ihren Facetten Einzug in die Stadt hält. Auf dem Programm stehen Konzerte, Ausstellungen, Drag-Shows, Workshops, Filmvorstellungen, Talkrunden und und und! Und auf der Bühne: Armana Khan, Gianni, Klappmesser, GrrlzKlub und Mariybu (Foto: Katja Ruge). Infos
09.05.2026 Klein & Laut, Köln
In der Kölner Südstadt gibt es einen besonderen Ort – mitten im Volksgarten findet sich das Gotland. Engagierte Kölner*innen haben mit dem Gotland einen Raum für die geschaffen, die oft zu wenig haben: Familien, Alleinerziehende, Kinder, Senioren, Menschen mit Behinderung und Personen ohne festen Wohnsitz. So bringen sie ein inklusives, kreatives und solidarisches Miteinander direkt in die Nachbarschaft. Am 9. Mai veranstalten sie ein Tagesfestival mit 7 Kölner Bands, die von Spoken Word bis Indie-Folk und Punk-Rock alles abdecken, außerdem gibt es Kinderprogramm mit Kickern, Karaoke und mehr! Infos
20.05. – 25.05.2026 Afro-Pfingsten Festival, Winterthur
Auch hier werden Diversität und eine pluralistische Gesellschaft großgeschrieben! Seit über 30 Jahren verwandelt sich Winterthur während der Pfingsttage in einen interkulturellen Begegnungsort, ausgerichtet vom gemeinnützigen Verein Afro-Pfingsten. Konzerte, Märkte, Workshops, Kunst, Film, Partys, Lesungen, Family Day und vieles mehr erwarten die Besucher*innen hier. Und auch ein Bandcontest wird live auf der Bühne ausgetragen. Mit Siselabonga (Foto: Thi My Lien Nguyen), Jah’Mila & The Naya Rockers und Queen Omega. Infos
20.05. – 04.07.2026 Ulmer Zelt, Ulm
Auch die Friedrichsau präsentiert ein buntes Kulturprogramm, wenn sieben Wochen lang die Ulmer Zelte stehen: Konzerte von Rock und Pop über Indie, Blues und Kabarett bis hin zu Theater und Artistik, hier ist sicher für jede*n etwas dabei. Es spielen DOTA, Heather Nova, Nik West, MINE, Maria Serrano und die junge Newcomer-Band Dunkelblau (Foto). Für die kleinen Gäste gibt es ein breit gefächertes Kinderprogramm! Infos

21.05. – 25.05.2026 Moers Festival, Moers
Unter dem Motto „… wie im Märchen“ versammeln sich an Pfingsten rund 200 Künstler*innen aus über 20 Nationen in Moers. Das „Jazzfestival für Rotkäppchen, klatschende Frösche, Wirklichkeitsflucht und: Âventiure“ findet zum 55. Jubiläum erstmals wieder direkt in der Moerser Innenstadt, auf dem Kastellplatz vor dem Schloss, statt. Märchen werden dabei nicht bloß auf die große europäische Tradition reduziert, sondern als künstlerisches Mittel verstanden, um sich mit der Komplexität – und leider auch der Brutalität unserer Zeit – auseinanderzusetzen. So begegnet man so manchem „bösen Wolf“ mit einen Festivalschwerpunkt auf den USA, der vorwiegend weiblich und divers besetzt ist – u.a. mit der Saxofonistin Lakecia Benjamin (Foto: hr/Sascha Rheker), der Flötistin Nicole Mitchell, der Fagottistin Joy Guidry oder der Cellistin Tomeka Reid. Außerdem dabei: SORBD, presence of a voice, Ply, Heather Roche, Skylar Tang Quartet, Shahbaz Hussain & Helen Anahita Wilson, Yarn/Wire, Angelika Niescier, Eliza Salem, Evi Filippous Ensemble inEvitable extended, Binghi, Witch ‘n’ Monk, Nicole Mitchell’s Black Earth SWAY, Gellért Szabó’s Ideal Orchestra und Nana Benz. Infos
28.05. – 30.05.2026 Immergut Festival, Neustrelitz
Immer gut wird es in Neustrelitz am letzten Maiwochenende, wenn die Festivalzelte wieder stehen. Hier wird Wert auf Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und Awareness gelegt, was sich unter anderem daran erkennen lässt, dass es ein Menstruationszelt gibt: hier finden sich nicht nur Wärmflaschengürtel, Yogamatten, Lesestoff & Raum zum Durchatmen, sondern auch menstruationsfreundliche Toiletten mit fließendem Wasser & kostenlosen Periodenprodukten – „weil Sichtbarkeit & Rücksicht genauso wichtig sind wie Musik und lange Nächte.“ Finden wir toll! Und das bei so einem Festival dann auch größtenteils FLINTA* auf der Bühne stehen, erstaunt uns zwar nicht, freut uns aber trotzdem sehr! Mit Brockhoff (Foto: Maike Keller), Chloe Slater, Ellis·D, Fuffifufzich, Jehnny Beth, Kapa Tult, La Sécurité, Mine, Nina Hepburn, Peki Momés, Snuggle uvm.! Infos
29.05. – 31.05.2026 Lahneck Live, Lahnstein
Drei Tage Musik, zwei Bühnen und jede Menge Festivalfeeling – das erwartet euch Ende Mai an den Rheinanlagen in Oberlahnstein. Und es hält einige Knaller bereit: als Headliner konnten Suzan Köcher’s Suprafon und die feministische Rapperin Liser gewonnen werden. Außerdem im Line-up: Clara John, emi x, Görda, piya, Vianne, Blue-ish (Foto: Claude Piscitelli) und die Schulband der Marienschule Lahnstein Sixteen Strings. Hinter dem großen Umsonst-und-Draußen-Festival steckt übrigens der gemeinnützige Verein Die Lahnsteiner Musikszene– vor Ort könnt ihr das Festival mit einem freiwilligen Solidaritätsbeitrag von 2,00 Euro unterstützen. Infos
29.05. – 06.06.2026 Morgenland Festival Osnabrück
Das Morgenland Festival Osnabrück versteht sich als Laboratorium für die Musik von morgen. Seit seiner Gründung richtet es den Blick auf eine globale Klangwelt im Wandel. Jenseits starrer Vorurteile schafft das Festival einen Raum der Resonanz, in dem sich Menschen begegnen, um im Dialog eine neue, gemeinsame Sprache zu entwickeln. Das Eröffnungskonzert wird von Sängerin, Komponistin und Bandleaderin Ganavya gestaltet, weiter geht es mit der türkischen Sängerin und Komponistin Sanem Kalfa, dem Tania Giannouli Trio, dem Joolaee Trio feat. Golnar Shahyar, Kit Downes & Shiva Feshareki, Kamilya Jubran & Sarah Murcia – YOQAL (Foto), Yazz Ahmed, Ganna feat. Laura Robles und dem Sakina Teyna Septet. Infos
Titelfoto: Gotland e.V. Köln (Location des Klein & Laut Festivals)
01.05.2026

