
THE GUILT
“Naked Rat Dance“
Laut, energisch und vor allem tanzbar. So würde ich das aktuelle Album “Naked Rat Dance” des Riot-Grrrl-Elektropunk-Duos The Guilt aus Malmö am ehesten beschreiben. Emma Anitchkas Vocals vermitteln eine wunderbar befreiende I-Don’t-Care-Attitude, während Lizzys Gitarrenriffs dafür sorgen, dass niemand stillsitzen kann. Wie ein YouTube-Kommentar unter ihrem Musikvideo zu “Naked On My Own” treffend beschreibt: “Punk energy wrapped in neon sparks, I’m obsessed.” The Guilt haben es geschafft, besagte Punk- und Riot-Grrrl-Energy mit elektronischen Elementen zu verbinden und liefern damit den perfekten Soundtrack für ein kathartisches “Wut-Raustanzen”. Das zeigt sich bereits im Opener „Red Light“, der mit treibenden Gitarren und Vocals überzeugt, die zugleich offensiv und erstaunlich leicht wirken. “Weaponry” fängt den “klassischeren” Riot-Grrrl Charakter ein: direkt und ein bisschen rotzig. „Our Feline House” schließlich gilt als eine queere Hymne und war dementsprechend nicht ohne Grund der offizielle Song der Malmö Pride 2025. Die Lyrics bewegen sich zwischen persönlicheren Themen, gesellschaftskritischen Momenten und natürlich der puren Lust, einfach zu tanzen. Wer wie ich ein Fan von female rage und Songs mit Moshpit-Charakter ist, kann mit diesem Album definitiv nichts falsch machen. Video
CD, 2026, 11 Tracks, Label: Icons Creating Evil Art
Clara Hofmann06.04.2026

