Musikplattform Bandcamp verbietet KI-Inhalte

Die in Kalifornien ansässige US-Musikplattform Bandcamp mit einem Jahresumsatz von 268 Millionen US-Dollar (2024) ist für viele Musiker*innen, Bands und Indielabels DIE Vertriebsplattform, da sie dort bei Verkäufen vergleichsweise viel verdienen und wenig Gebühren an die Plattform zahlen müssen. Doch Bandcamp ist nicht nur eine gute Alternative zu ausbeuterischen Streamingdiensten wie Spotify und der diffusen Marktmacht von Universal, Sony Music und Warner – sie geht auch noch in Sachen KI mit gutem Beispiel voran! Wie die taz berichtet, sind auf Bandcamp ab sofort jegliche „Musik und Audio (Sprachstücke), die vollständig oder teilweise mit KI erstellt wurden“, verboten. Streng untersagt wird in Zukunft „jeglicher Einsatz von KI-Tools, um den Stil oder das Profil von anderen Künst­le­r*in­nen zu imitieren und dadurch deren Urheberrechte auszuhebeln“. Man behalte sich auch vor, Anpassungen und Updates bei den Schutzmaßnahmen vorzunehmen, „da die Welt der generativen KI nun mal im schnellen Wandel begriffen“ sei. „Wir glauben, dass die durch Musik entstandene menschliche Verbindung ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft und Kultur ist und dass Musik viel mehr ist als ein Produkt, das konsumiert wird. (…) Ebenso sind Musiker mehr als nur Produzenten von Klängen. Sie sind wichtige Mitglieder unserer Gemeinschaften, unserer Kultur und unseres sozialen Gefüges“, heißt es auf der Plattform. User*innen werden gebeten, Verstöße gegen das Protokoll umgehend mitzuteilen. 

19.01.2026