
Alma Naidu
“Redefine“
„Redefine“ heißt das zweite Album der Sängerin, Komponistin und Multiinstrumentalistin Alma Naidu und es ist jetzt schon auf Platz 3 der Deutschen Jazz Charts! Seit ihrem 15. Lebensjahr steht die Tochter eines Dirigenten und einer Opernsängerin vor allem in Musicals auf der Bühne, war Mitglied im bayrischen Landesjugendjazzorchester und hat schon mehrfach Preise gewonnen. Dass sie auch eigene Songs schreibt, wissen wir seit ihrem medial groß beachteten Top-10-Erfolg „Alma“. Ihre neue Scheibe hat sie jetzt in Kooperation mit Florian Stierstorfer erstmals selbst produziert. Die Songs kreisen vor allem um die Frage, wer wir sind und wer wir sein wollen. Es geht um die Mauern, die wir um uns errichten, die Unfähigkeit, Schwäche zu zeigen, um gesellschaftliche Normen und Stereotypen, die uns einengen, aber auch, wie wir durch Liebe und Freundschaft wachsen können. Der Opener, die Pianoballade „Company“ hüllt uns gleich in den ersten Takten warm ein und verspricht uns den Trost einer guten Freundin. Dass das Unterwegssein als Künstlerin auch seine Schattenseiten hat, wird in „Home Beyond“ deutlich, das von Einsamkeit erzählt, die dazu zwingt, in sich selbst eine Heimat zu finden. In „How Come“ gibt sie jenen eine Stimme, die ihre nicht erheben dürfen und tritt für die Rechte von Frauen ein. Auch den Männern spricht sie im wunderschönen letzten Stück „To Be A Man“ eine Befreiung zu. Und obwohl wieder hochkarätige Gäste wie Nils Landgren, Mark Lettieri, Raphaela Gromes oder Lisa Wulff zu hören sind, gefallen mir ihre intimen Stücke mit Stimme, Klavier und Cello am besten. Video
CD, 2025, 13 Tracks, Label: Leopard
Mane Stelzer31.07.2025