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	<title>Chanson Archives - Melodiva</title>
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	<item>
		<title>Nirgendland – Hommage an Mascha Kaleko</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/nirgendland-hommage-an-mascha-kaleko-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Feb 2025 06:00:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Gedichte der jüdischstämmigen Lyrikerin Mascha Kaleko (1907-1975), die vor der Nazi-Herrschaft aus Deutschland in die USA fliehen musste, sind „fürchterlich zeitlos“ (Michael Loesl) – und passend gerade bei den heutigen politischen und sozialen Zuständen. Das allein wäre Grund genug für Etta Scollo, ihre Gedichte zu vertonen, obwohl es bereits einige Veröffentlichungen gibt. Die aus Sizilien stammende Künstlerin hat sich hauptsächlich auf Werke konzentriert, die Fremd- und Unbehaust-Sein, Orientierungslosigkeit und Unsicherheit, Suche nach Heimat und Zugehörigkeit thematisieren. Sparsam und stimmig begleitet wird sie von Susanne Paul (Cello), Els Vandeweyer (Vibraphon), Tara Bouman (Klarinette) u.a., auch die deutsche Liedermacherin Dota Kehr und die Schauspielerinnen Eva Mattes und Maddalena Crippa sind auf dem Album zu hören. Scollo singt auf Deutsch, Italienisch und Englisch die berührenden Texte. „Inventar/Inventario“ beginnt sanft, steigert sich bald, notwendigerweise, zu einem fast aggressiven Sprechgesang: „Haus ohne Dach/Kind ohne Bett/Tisch ohne Brot/Stern ohne Licht…“. Oder „Zeitgemäße Ansprache“: „Wie kommt es nur, dass wir noch lachen…“. Fast bekommt man Gänsehaut ob der Aktualität. Aber man versinkt nicht in Larmoyanz, sondern begegnet den Umständen mit trotzigem Überlebenswillen: sei es als „Seiltänzerin ohne Netz“ oder als „Eremit“, der sich aus den Steinen, die die Leute nach ihm werfen, ein Haus baut. Es finden sich jedoch auch bittersüße Liebeslieder: wunderschön gleich „Nacht ohne Schlaf“ oder „Ho eletto l’amore a mi rifugio“ – die Liebe als Heimat für Heimatlose. Ein eindringliches und wichtiges Album!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gedichte der jüdischstämmigen Lyrikerin Mascha Kaleko (1907-1975), die vor der Nazi-Herrschaft aus Deutschland in die USA fliehen musste, sind <em>„fürchterlich zeitlos“</em> (Michael Loesl) – und passend gerade bei den heutigen politischen und sozialen Zuständen. Das allein wäre Grund genug für Etta Scollo, ihre Gedichte zu vertonen, obwohl es bereits einige Veröffentlichungen gibt. Die aus Sizilien stammende Künstlerin hat sich hauptsächlich auf Werke konzentriert, die Fremd- und Unbehaust-Sein, Orientierungslosigkeit und Unsicherheit, Suche nach Heimat und Zugehörigkeit thematisieren. Sparsam und stimmig begleitet wird sie von Susanne Paul (Cello), Els Vandeweyer (Vibraphon), Tara Bouman (Klarinette) u.a., auch die deutsche Liedermacherin Dota Kehr und die Schauspielerinnen Eva Mattes und Maddalena Crippa sind auf dem Album zu hören. Scollo singt auf Deutsch, Italienisch und Englisch die berührenden Texte. „Inventar/Inventario“ beginnt sanft, steigert sich bald, notwendigerweise, zu einem fast aggressiven Sprechgesang: <em>„Haus ohne Dach/Kind ohne Bett/Tisch ohne Brot/Stern ohne Licht…“</em>. Oder „Zeitgemäße Ansprache“: <em>„Wie kommt es nur, dass wir noch lachen…“.</em> Fast bekommt man Gänsehaut ob der Aktualität. Aber man versinkt nicht in Larmoyanz, sondern begegnet den Umständen mit trotzigem Überlebenswillen: sei es als „Seiltänzerin ohne Netz“ oder als „Eremit“, der sich aus den Steinen, die die Leute nach ihm werfen, ein Haus baut. Es finden sich jedoch auch bittersüße Liebeslieder: wunderschön gleich „Nacht ohne Schlaf“ oder „Ho eletto l’amore a mi rifugio“ – die Liebe als Heimat für Heimatlose. Ein eindringliches und wichtiges Album!</p>
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		<item>
		<title>Der Lack ist ab</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/der-lack-ist-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jan 2023 07:00:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ihre letzte CD „Ich, dein Wahnsinn“ war 2019 für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert und erreichte auch die Liederbestenliste; jetzt ist ihr neues Album draußen, auf dem sie sich nicht mehr als Solokünstlerin mit Loop-Station, sondern mit Band präsentiert. Die Begleitband an Keyboard, Bass, Schlagzeug, Geige (Ingeborg Freytag) u.a. tut ihr gut, malt charakteristische Atmosphären und erlaubt ihrer warmen Altstimme, sich kraftvoll zu entfalten. Ein Mix aus Chanson, Folk, Spoken Word und Worldmusik, in dem sie sich von der Wortkunst anderer inspirieren lässt und auch der DDR-Rockband Panta Rhei mit einem Cover gedenkt. Ihre neuen Songs sezieren mit geschärftem Blick den Alltag und unsere Gesellschaft. Der Titel ist durchaus positiv gemeint: „Wenn man ein paar Ernüchterungen in Liebe, Arbeitsleben, Konsum und Idealismus durchlebt hat, nimmt man auch die Welt unter dem märchenhaften Lack wahr. Dort funkelt es vielleicht nicht mehr hemmungslos, doch die Schönheit in der Realität zu finden, macht letztendlich deutlich zufriedener, als dem Glanz hinterherzurennen.“ Schüritz ist nicht nur eine experimentierfreudige Musikerin, die sich gern in interdisziplinären Projekten ausprobiert, sondern engagiert sich auch in der Leipziger Kulturszene, wo sie Festivals (Seeklang, LoopArt-Festival, Leipziger Liedernächte u.a.), den monatlichen Singer-Songwriter*innen-Treff und Workshops veranstaltet. Mit ihrer neuen Platte hat sie in ihrer eigenen Entwicklung einen großen Schritt nach vorn gemacht.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ihre letzte CD „Ich, dein Wahnsinn“ war 2019 für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert und erreichte auch die Liederbestenliste; jetzt ist ihr neues Album draußen, auf dem sie sich nicht mehr als Solokünstlerin mit Loop-Station, sondern mit Band präsentiert. Die Begleitband an Keyboard, Bass, Schlagzeug, Geige (Ingeborg Freytag) u.a. tut ihr gut, malt charakteristische Atmosphären und erlaubt ihrer warmen Altstimme, sich kraftvoll zu entfalten. Ein Mix aus Chanson, Folk, Spoken Word und Worldmusik, in dem sie sich von der Wortkunst anderer inspirieren lässt und auch der DDR-Rockband Panta Rhei mit einem Cover gedenkt. Ihre neuen Songs sezieren mit geschärftem Blick den Alltag und unsere Gesellschaft. Der Titel ist durchaus positiv gemeint: <em>„Wenn man ein paar Ernüchterungen in Liebe, Arbeitsleben, Konsum und Idealismus durchlebt hat, nimmt man auch die Welt unter dem märchenhaften Lack wahr. Dort funkelt es vielleicht nicht mehr hemmungslos, doch die Schönheit in der Realität zu finden, macht letztendlich deutlich zufriedener, als dem Glanz hinterherzurennen.“</em> Schüritz ist nicht nur eine experimentierfreudige Musikerin, die sich gern in interdisziplinären Projekten ausprobiert, sondern engagiert sich auch in der Leipziger Kulturszene, wo sie Festivals (Seeklang, LoopArt-Festival, Leipziger Liedernächte u.a.), den monatlichen Singer-Songwriter*innen-Treff und Workshops veranstaltet. Mit ihrer neuen Platte hat sie in ihrer eigenen Entwicklung einen großen Schritt nach vorn gemacht.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Chansons: International French Standards</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/chansons-international-french-standards/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2022 07:07:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Chansons&#8220; ist Chiara Civellos sechstes eigenes Studio-Album und entführt die Zuhörenden in die Welt der französischen Chansons im Zeitraum 1945 &#8211; 1975. Chiara Civello ist eine vielseitige Singer-/Songwriterin, die bekannt ist für ihre Cross-Overs. Geboren ist Civello in Rom, ihre Großmutter brachte sie zum Klavierspielen und sie begann ihre professionelle Gesangslaufbahn bereits mit 16 Jahren. Sie studierte am Berklee College of Music in Boston und gewann den Boston Jazz Society Award und den Cleo Laine Award. Während und nach ihrem Studium mischte sie in der New Yorker Jazzszene mit. Ihr aktuelles Album ist wie auch schon das Album &#8222;Eclipse&#8220; in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Marc Collin entstanden. Die für das Album &#8222;Chansons&#8220; ausgewählten französischen Chansons sind nicht alle gleich als solche zu erkennen, sind sie doch teils in englisch und italienisch gesungen. Manche wurden auch erst durch ihre englische Version weltbekannt wie beispielsweise &#8222;Yesterday When I Was Young&#8220; (Original: Hier Encore) und &#8222;My Way&#8220; (Comme d’habitude). Es sind auch Filmtitel darunter wie &#8222;I Will Wait For You&#8220; (Les Parapluis De Cherbourg) und &#8222;Un Uomo una Donna&#8220; (Un homme Et Une Femme). Civello hat auch die Grand Dame des Chansons mit &#8222;La Vie En Rose&#8220; bedacht. So versteht es Civello, die verschiedenen Richtungen und Epochen auf ihrem Album zu verbinden und es wie ein Mosaik&#160; neu zusammenzusetzen. Durch ihre ganz eigenen Interpretationen entsteht so eine fantastische neue Musik. Mit ihrer einfühlsamen Stimme nimmt sie uns mit in ihre Welt der Chansons und hinterlässt Raum zum Träumen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Chansons&#8220; ist Chiara Civellos sechstes eigenes Studio-Album und entführt die Zuhörenden in die Welt der französischen Chansons im Zeitraum 1945 &#8211; 1975. Chiara Civello ist eine vielseitige Singer-/Songwriterin, die bekannt ist für ihre Cross-Overs. Geboren ist Civello in Rom, ihre Großmutter brachte sie zum Klavierspielen und sie begann ihre professionelle Gesangslaufbahn bereits mit 16 Jahren. Sie studierte am Berklee College of Music in Boston und gewann den Boston Jazz Society Award und den Cleo Laine Award. Während und nach ihrem Studium mischte sie in der New Yorker Jazzszene mit. Ihr aktuelles Album ist wie auch schon das Album &#8222;Eclipse&#8220; in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Marc Collin entstanden. Die für das Album &#8222;Chansons&#8220; ausgewählten französischen Chansons sind nicht alle gleich als solche zu erkennen, sind sie doch teils in englisch und italienisch gesungen. Manche wurden auch erst durch ihre englische Version weltbekannt wie beispielsweise &#8222;Yesterday When I Was Young&#8220; (Original: Hier Encore) und &#8222;My Way&#8220; (Comme d’habitude). Es sind auch Filmtitel darunter wie &#8222;I Will Wait For You&#8220; (Les Parapluis De Cherbourg) und &#8222;Un Uomo una Donna&#8220; (Un homme Et Une Femme). Civello hat auch die Grand Dame des Chansons mit &#8222;La Vie En Rose&#8220; bedacht. So versteht es Civello, die verschiedenen Richtungen und Epochen auf ihrem Album zu verbinden und es wie ein Mosaik&nbsp; neu zusammenzusetzen. Durch ihre ganz eigenen Interpretationen entsteht so eine fantastische neue Musik. Mit ihrer einfühlsamen Stimme nimmt sie uns mit in ihre Welt der Chansons und hinterlässt Raum zum Träumen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>33, Single &#038; Broke</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/33-single-broke/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2022 12:42:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Frau in den Dreißigern, allein und verlassen, die sich bemüht, mit den Widrigkeiten des L(i)ebens zurecht zu kommen und dabei nicht zu verzweifeln. Das ist das Alter Ego der gebürtigen Neuseeländerin Teresa Bergman auf ihrem neuen Album. Eine Art moderne Marie Antoinette, die sich in „gesunder“ Wut schon mal in einen Bagger setzt und voller Lust Dinge zerstört. Erstmals tritt die Wahlberlinerin auf ihrem dritten Album als Musikerin und Produzentin in Personalunion auf und scharte im zweiten Lockdown eine sensible Band um sich: zu ihrer fantastischen Stimme und ausgefeilten Gitarrenbegleitung gesellen sich Bass, Piano, Drums und Backing-Vocals. Ihr Stil-Mix ist grandios, schon der Opener „Swallow“ umarmt Blues, Soul, Folkballade und Jazz in einem, könnte aber auch ein Musical eröffnen. „Checkout Tears“ und „Pandora“ sind berührende Balladen-Meisterwerke, die Gänsehaut erzeugen. „Nearly You“ beschließt das Album a Cappella mit den Zeilen: „And on that day under the October rain &#124; a simple kiss to say enough &#124; I hope you hold it dearly &#124; and that you know how nearly you were loved”. Es ist diese Achtsamkeit für die kleinen, bedeutsamen Momente, Gedanken und Gefühle, die sie in wundervolle Musik zu gießen versteht, die die Stärken des Albums ausmachen. Ihre Texte um unerwiderte Liebe, das Unverständnis darüber, wie der andere tickt, die Enttäuschung über das sich-nicht-einlassen-Können sind ironisch getränkt, bei allem Leid bleibt aber stets ein Hoffnungsschimmer zurück. Es ist gut, wie es ist und wir sind okay, wie wir sind, scheint sie uns zuzurufen. Ein großartiges Album mit viel emotionalem Tiefgang.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Frau in den Dreißigern, allein und verlassen, die sich bemüht, mit den Widrigkeiten des L(i)ebens zurecht zu kommen und dabei nicht zu verzweifeln. Das ist das Alter Ego der gebürtigen Neuseeländerin Teresa Bergman auf ihrem neuen Album. Eine Art moderne Marie Antoinette, die sich in „gesunder“ Wut schon mal in einen Bagger setzt und voller Lust Dinge zerstört. Erstmals tritt die Wahlberlinerin auf ihrem dritten Album als Musikerin und Produzentin in Personalunion auf und scharte im zweiten Lockdown eine sensible Band um sich: zu ihrer fantastischen Stimme und ausgefeilten Gitarrenbegleitung gesellen sich Bass, Piano, Drums und Backing-Vocals. Ihr Stil-Mix ist grandios, schon der Opener „Swallow“ umarmt Blues, Soul, Folkballade und Jazz in einem, könnte aber auch ein Musical eröffnen. „Checkout Tears“ und „Pandora“ sind berührende Balladen-Meisterwerke, die Gänsehaut erzeugen. „Nearly You“ beschließt das Album a Cappella mit den Zeilen: <em>„And on that day under the October rain | a simple kiss to say enough | I hope you hold it dearly | and that you know how nearly you were loved”</em>. Es ist diese Achtsamkeit für die kleinen, bedeutsamen Momente, Gedanken und Gefühle, die sie in wundervolle Musik zu gießen versteht, die die Stärken des Albums ausmachen. Ihre Texte um unerwiderte Liebe, das Unverständnis darüber, wie der andere tickt, die Enttäuschung über das sich-nicht-einlassen-Können sind ironisch getränkt, bei allem Leid bleibt aber stets ein Hoffnungsschimmer zurück. Es ist gut, wie es ist und wir sind okay, wie wir sind, scheint sie uns zuzurufen. Ein großartiges Album mit viel emotionalem Tiefgang.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Air de Décembre</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/air-de-decembre/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 2021 07:00:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Unzählige Alben hat die Akkordeonistin und Komponistin Lydie Auvray in ihrer 44jährigen Karriere veröffentlicht, ihr neustes ist bereits das 24. Schon lange hatte der Verleger ihr in den Ohren gelegen, dass sie einmal ein Winteralbum schreiben soll. Dann kam die Coronakrise mit ihrem Lockdownwinter und die Chance war da. Alle 13 Stücke auf „Air de Décembre“ entstanden in dieser einsamen Zeit. Auvray und ihren Mitstreiter*innen war es wichtig, alle Facetten der Jahreszeit einzufangen: die fröhlich tanzenden Schneeflocken, die Stille der Schneelandschaft, aber auch die Rauheit und Härte eines Wintersturms in kahler Gegend. Neben ihren langjährigen Bandkollegen Eckes Malz, Markus Tiedemann und Jörg Fuhrländer, die auch Kompositionen beigesteuert haben, sind diesmal auch Volker Heinze (Kontrabass) und drei Musikerinnen an Bord: die Harfenistin Ulla van Daelen, Ulrike Zavelberg am Cello und ihre Tochter Cannelle Picot am Gesang. Das Album ist Kopfkino pur und führt uns durch winterliche Melancholie und bittersüße Stimmungen. Es ist eine charmante Musik, wie sie auch in „Die fabelhafte Welt der Amelie“ erklingen könnte (Anspieltipp: „Claude ging über den Bach“). Eine Hommage an Erik Satie („Satiesfaction“) und zwei Traditionals ergänzen den reichen Songband.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unzählige Alben hat die Akkordeonistin und Komponistin Lydie Auvray in ihrer 44jährigen Karriere veröffentlicht, ihr neustes ist bereits das 24. Schon lange hatte der Verleger ihr in den Ohren gelegen, dass sie einmal ein Winteralbum schreiben soll. Dann kam die Coronakrise mit ihrem Lockdownwinter und die Chance war da. Alle 13 Stücke auf „Air de Décembre“ entstanden in dieser einsamen Zeit. Auvray und ihren Mitstreiter*innen war es wichtig, alle Facetten der Jahreszeit einzufangen: die fröhlich tanzenden Schneeflocken, die Stille der Schneelandschaft, aber auch die Rauheit und Härte eines Wintersturms in kahler Gegend. Neben ihren langjährigen Bandkollegen Eckes Malz, Markus Tiedemann und Jörg Fuhrländer, die auch Kompositionen beigesteuert haben, sind diesmal auch Volker Heinze (Kontrabass) und drei Musikerinnen an Bord: die Harfenistin Ulla van Daelen, Ulrike Zavelberg am Cello und ihre Tochter Cannelle Picot am Gesang. Das Album ist Kopfkino pur und führt uns durch winterliche Melancholie und bittersüße Stimmungen. Es ist eine charmante Musik, wie sie auch in „Die fabelhafte Welt der Amelie“ erklingen könnte (Anspieltipp: „Claude ging über den Bach“). Eine Hommage an Erik Satie („Satiesfaction“) und zwei Traditionals ergänzen den reichen Songband.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Recuerdo</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/recuerdo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Aug 2021 14:53:54 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.melodiva.de/?post_type=cdreviews&#038;p=93310</guid>

					<description><![CDATA[<p>Um die Sehnsucht geht es in Klara Fincks Debüt „Recuerdo“. Ein Sehnen, das zwar Hoffnung hervorbringen kann, aber trotzdem nie ganz Erfüllung findet. Mit Akkordeon, Akustikgitarre, Streichquartett und dem Mix aus verschiedenen Stilen, die sie bei ihren zahlreichen Reisen kennengelernt hat, fängt sie dieses Gefühl in ihren spanischsprachigen Chansons wundervoll ein. Die Sängerin und Schauspielerin hat Musik, Songwriting und Filmmusik studiert und in Frankreich und Spanien gelebt. Viele Instrumentalstimmen hat sie selbst eingespielt, weitere musikalische Gäste halfen, ihre Vorstellungen noch präziser umzusetzen. Ihre Themen schreibt das Leben: Trauer, Verlust, Hoffnung, Ankommen und Erfüllung. „Das Chanson hat ja einen sozial- und gesellschaftskritischen Unterton. Meine spanischen Lieder sollten ursprünglich nicht politisch werden, und doch tauchen diese Momente nun verhalten auf. In Südamerika gibt es die Trova, die dem Chanson inhaltlich und auch hinsichtlich der Vortragsweise sehr ähnlich ist. Diese Verbindungen fand ich gerade wegen der großen räumlichen Distanz sehr spannend. Deshalb fand ich es stimmig, meine eigenen Lieder als spanische Chansons zu definieren,“ heißt es im Promotext. Mit &#8222;Recuerdo&#8220; zaubert Finck eine neue Farbe auf die Palette des Europäischen Chansons.&#160; MELODIVA CD Tipp August 2021 &#160;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Um die Sehnsucht geht es in Klara Fincks Debüt „Recuerdo“. Ein Sehnen, das zwar Hoffnung hervorbringen kann, aber trotzdem nie ganz Erfüllung findet. Mit Akkordeon, Akustikgitarre, Streichquartett und dem Mix aus verschiedenen Stilen, die sie bei ihren zahlreichen Reisen kennengelernt hat, fängt sie dieses Gefühl in ihren spanischsprachigen Chansons wundervoll ein. Die Sängerin und Schauspielerin hat Musik, Songwriting und Filmmusik studiert und in Frankreich und Spanien gelebt. Viele Instrumentalstimmen hat sie selbst eingespielt, weitere musikalische Gäste halfen, ihre Vorstellungen noch präziser umzusetzen. Ihre Themen schreibt das Leben: Trauer, Verlust, Hoffnung, Ankommen und Erfüllung. <em>„Das Chanson hat ja einen sozial- und gesellschaftskritischen Unterton. Meine spanischen Lieder sollten ursprünglich nicht politisch werden, und doch tauchen diese Momente nun verhalten auf. In Südamerika gibt es die Trova, die dem Chanson inhaltlich und auch hinsichtlich der Vortragsweise sehr ähnlich ist. Diese Verbindungen fand ich gerade wegen der großen räumlichen Distanz sehr spannend. Deshalb fand ich es stimmig, meine eigenen Lieder als spanische Chansons zu definieren,“ </em>heißt es im Promotext. Mit &#8222;Recuerdo&#8220; zaubert Finck eine neue Farbe auf die Palette des Europäischen Chansons.&nbsp;<em><br />
</em></p>
<p><em>MELODIVA CD Tipp August 2021 &nbsp; </em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Neo Noir</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/neo-noir/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2021 15:25:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.melodiva.de/?post_type=cdreviews&#038;p=90609</guid>

					<description><![CDATA[<p>Chanson, Pop, Jazz, eigenwillige Lyrik und eine originelle Darbietung – das fällt mir spontan bei den ersten Tracks von „Neo Noir“ ein. Wie Ganter ihre Texte kredenzt, hat schon fast Grönemeyer-Format, dazu kommen ein Hineinwerfen von Satzfragmenten, Theaterattitude, Varieté, Kabarett, Jazz. Ganter kommt vom Fach, sie ist eine studierte Schauspielerin und Sängerin und gewohnt, Gefühlswelten auszuloten und in Rollen zu schlüpfen: ob humorvoll-genüssliche Abrechnung mit dem Lover („Nackt“) oder rührige Poesie vom Punkerengel, ob Momentaufnahme eines noch unsortierten Morgens (im Corona-Lockdown?), Abschied von einer unglücklichen Liebe, zarter Liebesmoment oder Drahtesel-Reise durch das Großstadtlabyrinth Berlins. Es schwingt viel Hoffnung in ihren Songs, die wir alle so gut gebrauchen können in dieser merkwürdigen Zeit. Ein Mut, neue Wege zu gehen, sich zu offenbaren und das in Worte zu kleiden, was eine*n bewegt. Die preisgekrönte Künstlerin, die sich auf ihrem Solodebüt am Piano prägnant selbst begleitet, hat die 13 Songs mit ihrem musikalischen Partner Simon Steger ersonnen, mit dem sie auch im Trio Mockemalör spielt; produziert hat das Album Tobias Siebert (And The Golden Choir, Me And My Drummer). Die Songs machen Spaß und schreien danach, live präsentiert zu werden. Es wird Zeit, dass wir Künstler*innen wie Magdalena Ganter wieder live auf der Bühne sehen können. MELODIVA CD-Tipp März 2021</p>
<p>The post <a href="https://www.melodiva.de/cdreviews/neo-noir/">Neo Noir</a> appeared first on <a href="https://www.melodiva.de">Melodiva</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Chanson, Pop, Jazz, eigenwillige Lyrik und eine originelle Darbietung – das fällt mir spontan bei den ersten Tracks von „Neo Noir“ ein. Wie Ganter ihre Texte kredenzt, hat schon fast Grönemeyer-Format, dazu kommen ein Hineinwerfen von Satzfragmenten, Theaterattitude, Varieté, Kabarett, Jazz. Ganter kommt vom Fach, sie ist eine studierte Schauspielerin und Sängerin und gewohnt, Gefühlswelten auszuloten und in Rollen zu schlüpfen: ob humorvoll-genüssliche Abrechnung mit dem Lover („Nackt“) oder rührige Poesie vom Punkerengel, ob Momentaufnahme eines noch unsortierten Morgens (im Corona-Lockdown?), Abschied von einer unglücklichen Liebe, zarter Liebesmoment oder Drahtesel-Reise durch das Großstadtlabyrinth Berlins. Es schwingt viel Hoffnung in ihren Songs, die wir alle so gut gebrauchen können in dieser merkwürdigen Zeit. Ein Mut, neue Wege zu gehen, sich zu offenbaren und das in Worte zu kleiden, was eine*n bewegt. Die preisgekrönte Künstlerin, die sich auf ihrem Solodebüt am Piano prägnant selbst begleitet, hat die 13 Songs mit ihrem musikalischen Partner Simon Steger ersonnen, mit dem sie auch im Trio Mockemalör spielt; produziert hat das Album Tobias Siebert (And The Golden Choir, Me And My Drummer). Die Songs machen Spaß und schreien danach, live präsentiert zu werden. Es wird Zeit, dass wir Künstler*innen wie Magdalena Ganter wieder live auf der Bühne sehen können.</p>
<p><em>MELODIVA CD-Tipp März 2021</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Komm doch nicht näher</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/komm-doch-nicht-naeher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jan 2021 05:00:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Von zu viel und zu wenig Nähe, unerwiderter und überschäumender Liebe und Lebenslust handeln die 11 Songs von Isabel Jasse, mit denen sie sich nach ihrer Karriere als Schauspielerin und Sängerin in verschiedenen Theater- und Musicalproduktionen und Cover- und Galabands den Traum vom Solodebüt erfüllt hat. Dass sie das Zeug zur Solointerpretin hat, wird schnell klar. Da ist zum einen ihr abwechslungsreiches Spiel auf der Akustikgitarre, die sie seit ihrem 14. Lebensjahr spielt und sich selbst beigebracht hat. Dazu ist sie mit einer schönen, zwar hörbar geschulten, aber dennoch authentischen Stimme gesegnet. Und dann ist da noch ihr Händchen fürs Songwriting und Arrangements, das ihr erlaubt, ihre Gefühls- und Gedankenwelten in eingängige Songs zu kleiden. Ihre Popchansons sind poetisch und dennoch pointiert, mit kleinen Kniffen und überraschenden Wendungen – sicher finden sich viele in ihren emotionalen Miniaturen wieder.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von zu viel und zu wenig Nähe, unerwiderter und überschäumender Liebe und Lebenslust handeln die 11 Songs von Isabel Jasse, mit denen sie sich nach ihrer Karriere als Schauspielerin und Sängerin in verschiedenen Theater- und Musicalproduktionen und Cover- und Galabands den Traum vom Solodebüt erfüllt hat. Dass sie das Zeug zur Solointerpretin hat, wird schnell klar. Da ist zum einen ihr abwechslungsreiches Spiel auf der Akustikgitarre, die sie seit ihrem 14. Lebensjahr spielt und sich selbst beigebracht hat. Dazu ist sie mit einer schönen, zwar hörbar geschulten, aber dennoch authentischen Stimme gesegnet. Und dann ist da noch ihr Händchen fürs Songwriting und Arrangements, das ihr erlaubt, ihre Gefühls- und Gedankenwelten in eingängige Songs zu kleiden. Ihre Popchansons sind poetisch und dennoch pointiert, mit kleinen Kniffen und überraschenden Wendungen – sicher finden sich viele in ihren emotionalen Miniaturen wieder.</p>
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		<title>#worldpop</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/worldpop/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 08:38:22 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.melodiva.de/?post_type=cdreviews&#038;p=87943</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ganz viel Herzblut steckt im neuen, zweiten Album von Ronja Maltzahn, das sie mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne finanziert hat. Es ist ein Gesamtkunstwerk, das einer großen Vision folgt, denn die junge Musikerin liebt es, Menschen mit ihren verschiedenen Künsten zusammenzubringen. Sage und schreibe zwanzig Instrumentalist*innen und zwölf Background-Sänger*innen waren an der Musik beteiligt. Zu jedem der 15 Lieder hat ein*e visuelle*r Künstler*in ein individuelles Artwork für das Booklet angefertigt. Die 15 Songs sind poetische Geschichten, die Maltzahn gefühl- und temperamtvoll in sechs Sprachen singt. Jeder Song bekam ein liebevoll geschneidertes Kleid &#8211; mit Nyckelharpa, Hörnern, Trompeten, Cello, Gitarre, Piano, Saxophon, Bass bis Schlagzeug. Dabei legen sich Maltzahn und ihr „Bluebird Orchestra“ nicht auf ein Genre fest und packen ihre Ideen so reichhaltig in das Album hinein, dass es für zwei reichen würde. Von Chanson über Bossa Nova zu Folk, Deutschpop und Rock – es sind viele kleine Miniaturen, mit denen sie ihr Publikum an andere Orte dieser Welt entführen. Nicht das Schlechteste, in einer Zeit, in der wir alle nicht mehr so sorglos umher reisen können wie früher &#8211; wie Maltzahn, die mit ihrem musikalischen Partner Federico Marina im letzten Jahr knapp 200 Konzerte in unterschiedlichen Besetzungen in halb Europa gespielt hat. Die Vielzahl der musikalischen Zutaten ist manchmal ein bisschen viel, sorgt aber auch für Abwechslung. Und aus jeder Pore dringt so überschäumend das Fernweh, dass es einfach ansteckend ist.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz viel Herzblut steckt im neuen, zweiten Album von Ronja Maltzahn, das sie mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne finanziert hat. Es ist ein Gesamtkunstwerk, das einer großen Vision folgt, denn die junge Musikerin liebt es, Menschen mit ihren verschiedenen Künsten zusammenzubringen. Sage und schreibe zwanzig Instrumentalist*innen und zwölf Background-Sänger*innen waren an der Musik beteiligt. Zu jedem der 15 Lieder hat ein*e visuelle*r Künstler*in ein individuelles Artwork für das Booklet angefertigt. Die 15 Songs sind poetische Geschichten, die Maltzahn gefühl- und temperamtvoll in sechs Sprachen singt. Jeder Song bekam ein liebevoll geschneidertes Kleid &#8211; mit Nyckelharpa, Hörnern, Trompeten, Cello, Gitarre, Piano, Saxophon, Bass bis Schlagzeug. Dabei legen sich Maltzahn und ihr „Bluebird Orchestra“ nicht auf ein Genre fest und packen ihre Ideen so reichhaltig in das Album hinein, dass es für zwei reichen würde. Von Chanson über Bossa Nova zu Folk, Deutschpop und Rock – es sind viele kleine Miniaturen, mit denen sie ihr Publikum an andere Orte dieser Welt entführen. Nicht das Schlechteste, in einer Zeit, in der wir alle nicht mehr so sorglos umher reisen können wie früher &#8211; wie Maltzahn, die mit ihrem musikalischen Partner Federico Marina im letzten Jahr knapp 200 Konzerte in unterschiedlichen Besetzungen in halb Europa gespielt hat. Die Vielzahl der musikalischen Zutaten ist manchmal ein bisschen viel, sorgt aber auch für Abwechslung. Und aus jeder Pore dringt so überschäumend das Fernweh, dass es einfach ansteckend ist.</p>
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		<title>Kaléko</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/kaleko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2020 05:57:51 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.melodiva.de/?post_type=cdreviews&#038;p=85807</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach dem Erfolg ihres letzten Albums „Die Freiheit“ hat es Dota Kehr und ihrer Band auf ihrem neuen Album die Großstadtlyrik von Mascha Kaléko (1907-1975) der 20er und 30er Jahre angetan. Kaléko hatte schon in jungen Jahren ein bewegtes Leben, 1938 musste sie als Jüdin vor den Nationalsozialisten in die USA fliehen. Ihre bittersüßen Gedichte, die die Lebenswelt der kleinen Leute und die Atmosphäre im Berlin ihrer Zeit widerspiegelten, hat Kehr jetzt mit ihren Kollegen in ein liebevoll mit Gitarren, Drums, Fender Rhodes, Akkordeon, Tuba, Trompete und Flügelhorn instrumentiertes Gewand gekleidet. Duett-Gäste wie Karl die Große, Uta Köbernick, Alin Coen, Konstantin Wecker u.a. machen das Ganze gar zu einem generationen-übergreifenden Liedermacherprojekt. Dass die Texte nicht von ihr sind, fällt nicht wirklich auf, Dota und Mascha sind einfach Schwestern im Geiste. Zeilen wie „Man braucht nur eine Insel &#124; allein im weiten Meer &#124; Man braucht nur einen Menschen &#124; den aber braucht man sehr“ könnten auch von Kehr stammen. An manchen Stellen lassen die Songs aber eine Brise aus längst vergangenen Zeiten herüberwehen, wie z.B. in „Ganz kleiner Schwips“, in dem Kaléko &#8222;kognacfroh&#8220; andere unter den Tisch trinkt. Ein bezauberndes Album, auf dem Dota Kehr in großartiger Weise der zu Herzen gehenden Kunst der Dichterin eine Bühne gibt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Erfolg ihres letzten Albums „Die Freiheit“ hat es Dota Kehr und ihrer Band auf ihrem neuen Album die Großstadtlyrik von Mascha Kaléko (1907-1975) der 20er und 30er Jahre angetan. Kaléko hatte schon in jungen Jahren ein bewegtes Leben, 1938 musste sie als Jüdin vor den Nationalsozialisten in die USA fliehen. Ihre bittersüßen Gedichte, die die Lebenswelt der kleinen Leute und die Atmosphäre im Berlin ihrer Zeit widerspiegelten, hat Kehr jetzt mit ihren Kollegen in ein liebevoll mit Gitarren, Drums, Fender Rhodes, Akkordeon, Tuba, Trompete und Flügelhorn instrumentiertes Gewand gekleidet. Duett-Gäste wie Karl die Große, Uta Köbernick, Alin Coen, Konstantin Wecker u.a. machen das Ganze gar zu einem generationen-übergreifenden Liedermacherprojekt. Dass die Texte nicht von ihr sind, fällt nicht wirklich auf, Dota und Mascha sind einfach Schwestern im Geiste. Zeilen wie <em>„Man braucht nur eine Insel | allein im weiten Meer | Man braucht nur einen Menschen | den aber braucht man sehr“</em> könnten auch von Kehr stammen. An manchen Stellen lassen die Songs aber eine Brise aus längst vergangenen Zeiten herüberwehen, wie z.B. in „Ganz kleiner Schwips“, in dem Kaléko <em>&#8222;kognacfroh&#8220;</em> andere unter den Tisch trinkt. Ein bezauberndes Album, auf dem Dota Kehr in großartiger Weise der zu Herzen gehenden Kunst der Dichterin eine Bühne gibt.</p>
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