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	<title>Americana Archives - Melodiva</title>
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	<lastBuildDate>Thu, 18 Jun 2026 13:47:37 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>A Beautiful Buzz</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/a-beautiful-buzz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 04:41:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Titel dieser Live-CD ist absolut passend. Die 13 Tracks auf dieser Scheibe ergeben a beautiful buzz, einen wunderbaren Klang. Einen kraftvollen Soul-Sound, der, laut Samantha Martin, Leadsängerin, Songwriterin und Frontfrau der Band, auch von ihrer damaligen Schwangerschaft profitiert hat. Dieser Zustand habe in ihr neue Kräfte entfaltet, die auch in die Live-Aufnahmen für dieses Album geflossen sind. Die Delta Sugars spielen einen dynamischen, schwungvollen Soul, der direkt in die Beine geht.&#160; Dazu kommt die ausdrucksstarke Stimme Samatha Martins, die Songs über die universellen Themen des Soul – Liebe, Liebeskummer, Widerstandskraft und Hoffnung &#8211; singt, ihr Gesang kraftvoll und oft improvisiert. Mit einer unverfälschten emotionalen Einprägsamkeit singt Martin mal samtig, weich, wie in den balladigeren Stücken „Good Trouble“ oder „I’ve Got A Feeling“. Mal klingt sie rauchig, mal fast hysterisch, wie bei dem Song „Pass Me By“. Das Album verzichtet auf aufwendige digitale Produktionselemente zugunsten von Live-Instrumenten und legt den Schwerpunkt auf den rohen, gefühlvollen Gesang und das komplexe Zusammenspiel von Bläsern und Rhythmusgruppe. So knüpft die Musik an die Wurzeln des Soul an, bei gleichzeitig eigener Prägung.&#160; &#160; Seit ihrem ersten Album „Send The Nightingale“, mit dem sie 2015 mit dem Maple Blues Award als „New Artist of the Year“ ausgezeichnet wurde, ist Samantha Martin mit Delta Sugar zum Festival-Liebling, nicht nur in Kanada, avanciert. In England wurde die Band 2021 bei den UK Blues Awards als „International Artist of the Year“ nominiert.&#160;Zuletzt waren Samantha Martin und ihre Band 2022 live in Deutschland zu erleben. Wer derzeit das Live-Vergnügen erleben möchte, müsste in diesem Sommer nach Kanada reisen. Für Nichtreisende bleibt diese CD der passende Sound für jede Sommer Party!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Titel dieser Live-CD ist absolut passend. Die 13 Tracks auf dieser Scheibe ergeben <em>a beautiful buzz</em>, einen wunderbaren Klang. Einen kraftvollen Soul-Sound, der, laut Samantha Martin, Leadsängerin, Songwriterin und Frontfrau der Band, auch von ihrer damaligen Schwangerschaft profitiert hat. Dieser Zustand habe in ihr neue Kräfte entfaltet, die auch in die Live-Aufnahmen für dieses Album geflossen sind.</p>
<p>Die Delta Sugars spielen einen dynamischen, schwungvollen Soul, der direkt in die Beine geht.&nbsp; Dazu kommt die ausdrucksstarke Stimme Samatha Martins, die Songs über die universellen Themen des Soul – Liebe, Liebeskummer, Widerstandskraft und Hoffnung &#8211; singt, ihr Gesang kraftvoll und oft improvisiert. Mit einer unverfälschten emotionalen Einprägsamkeit singt Martin mal samtig, weich, wie in den balladigeren Stücken „Good Trouble“ oder „I’ve Got A Feeling<em>“</em>. Mal klingt sie rauchig, mal fast hysterisch, wie bei dem Song „Pass Me By“. Das Album verzichtet auf aufwendige digitale Produktionselemente zugunsten von Live-Instrumenten und legt den Schwerpunkt auf den rohen, gefühlvollen Gesang und das komplexe Zusammenspiel von Bläsern und Rhythmusgruppe. So knüpft die Musik an die Wurzeln des Soul an, bei gleichzeitig eigener Prägung.&nbsp; &nbsp;</p>
<p>Seit ihrem ersten Album „Send The Nightingale“, mit dem sie 2015 mit dem Maple Blues Award als „New Artist of the Year“ ausgezeichnet wurde, ist Samantha Martin mit Delta Sugar zum Festival-Liebling, nicht nur in Kanada, avanciert. In England wurde die Band 2021 bei den UK Blues Awards als „International Artist of the Year“ nominiert.&nbsp;Zuletzt waren Samantha Martin und ihre Band 2022 live in Deutschland zu erleben. Wer derzeit das Live-Vergnügen erleben möchte, müsste in diesem Sommer nach Kanada reisen. Für Nichtreisende bleibt diese CD der passende Sound für jede Sommer Party!</p>
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		<item>
		<title>Burn The House Down</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/burn-the-house-down/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 05:38:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Da legst di nieder – so sagt man in Bayern, wenn einen etwas umhaut, und das dachte ich mir, als ich mir die neue, die 6. Scheibe der gebürtigen Belgierin anhörte. So American Roots-mäßig, so echt, so frisch klingt sie, als hätte die Sängerin, Gitarristin, Texterin und Komponistin das vielseitige Genre mit der Muttermilch aufgesogen. In nur zwei Tagen mit einer kleinen Band – Bass, Drums und einem weiteren Gitarristen, mit dem sie sich trefflich duelliert, in Nashville live aufgenommen, ohne technische Mätzchen, völlig unprätentiös, rockt sie los… Moment – rockt? Sollte es nicht heißen: bluest? Ghalia spielt eine raue, meist schnelle, hypnotische Variante, den „Hill Country Blues“. Zündelnd zeigt sie sich auf dem Cover, und im Innenteil des Covers qualmt die Südstaaten-Hütte – „Wreckin‘ and Rollin‘ “ sozusagen, so ein Titel. Aber keine Angst, destruktiv ist das Ganze nicht, nur energiegeladen. Schön groovig und laid back das erste Stück „No Ice Please“. „Where Do We Go“ nimmt Tempo raus, das „Wrong Horse“ geht im Galopp los, der langsam beginnende „River Song“ bietet interessante Tempowechsel. Das Ganze erinnert an einen gelungenen Auftritt im Lieblingsclub. Für die Liebhaberin handgemachter Musik sehr zu empfehlen!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Da legst di nieder – so sagt man in Bayern, wenn einen etwas umhaut, und das dachte ich mir, als ich mir die neue, die 6. Scheibe der gebürtigen Belgierin anhörte. So American Roots-mäßig, so echt, so frisch klingt sie, als hätte die Sängerin, Gitarristin, Texterin und Komponistin das vielseitige Genre mit der Muttermilch aufgesogen. In nur zwei Tagen mit einer kleinen Band – Bass, Drums und einem weiteren Gitarristen, mit dem sie sich trefflich duelliert, in Nashville live aufgenommen, ohne technische Mätzchen, völlig unprätentiös, rockt sie los… Moment – rockt? Sollte es nicht heißen: bluest? Ghalia spielt eine raue, meist schnelle, hypnotische Variante, den „Hill Country Blues“. Zündelnd zeigt sie sich auf dem Cover, und im Innenteil des Covers qualmt die Südstaaten-Hütte – „Wreckin‘ and Rollin‘ “ sozusagen, so ein Titel. Aber keine Angst, destruktiv ist das Ganze nicht, nur energiegeladen. Schön groovig und laid back das erste Stück „No Ice Please“. „Where Do We Go“ nimmt Tempo raus, das „Wrong Horse“ geht im Galopp los, der langsam beginnende „River Song“ bietet interessante Tempowechsel. Das Ganze erinnert an einen gelungenen Auftritt im Lieblingsclub. Für die Liebhaberin handgemachter Musik sehr zu empfehlen!</p>
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		<item>
		<title>Easy Come, Easy Go</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/easy-come-easy-go-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 07:22:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Also, ich bin jetzt mal ganz ehrlich. Beim ersten Reinhören in diese CD dachte ich: das ist überhaupt nicht die Sorte Musik, die ich meinen Ohren freiwillig zumute. Ich hatte etwas im Stil der Andrews Sisters erwartet – Musik im Jazz-Pop-Bereich.&#160; Aber das hier ist Country-Musik. Und ich bin kein Fan davon. Wie sollte ich mir da eine ganze Scheibe anhören? Und erst recht die Frage: Wie sollte ich über diese Musik schreiben? Ich habe mich aufs Sofa gesetzt und mir „Easy Come, Easy Go“ fünfmal hintereinander reingezogen. Und was soll ich sagen? Mit jedem Anhören gefiel mir die Musik immer besser. Am Ende konnte ich sogar alle Refrains mitsingen.&#160; Der Country-Reigen eröffnet mit „Blaming You“, einem Stück im Walzertakt und – wie im Country-Genre üblich – einem traurigen Lied über das Verlassensein. „I’ll never get in your way &#124; I’ll never ask you to stay “, singt Leadsängerin Anneli Burnett und lässt uns wissen, dass die Verlassene sich in ihr trauriges Schicksal fügen wird. Beim zweiten Stück „Fool’s Gold“ nimmt die Band Fahrt auf. Lead Vocals übernimmt diesmal Geary Allen, der auch auf Gitarre und Banjo temporeich zu hören ist. Auch er singt vom Verlassenwerden und wird im Refrain von Anneli und Anissa Burnett begleitet. Sologesang und Chorus wechseln sich ab und werden dabei von einem Gitarrensolo unterbrochen. Auf dem dritten Track geht es wieder ruhiger zu. „Don’t Let Me Fall“ singt Geary Allen zur dunklen Fiedel-Melodie von Anneli und Anissa Burnett, die auch den Refrain wieder einstimmen, während Sophia Burnetts dunkler Bass die Hoffnungslosigkeit des flehenden Gesangs weiter unterstreicht.&#160; Die Burnett Sisters Band reist auf dieser (ihrer vierten) CD musikalisch durch die Stilrichtungen des Country. Von klassischen Fiedel-Melodien über Bluegrass und Americana bis zu temporeichen Flatfooting-Tanznummern präsentieren sie die Bandbreite des Genres, das sie seit über zehn Jahren in Live-Auftritten performen und virtuos beherrschen. Anissa gewann 2024 bei der Galax Old Fiddlers Convention das renommierte blaue Band in der Kategorie „Old-Time Fiddle“, und Anneli sicherte sich den ersten Platz in der Kategorie „Folk Song“. Auf dem letzten Track kommt alles zusammen. Das Stück in Moll eröffnet mit Anklängen einer spanischen Gitarre und wechselt dann zu einem flotten Harmony-Gesang, begleitet von einem schnellen, fröhlichen, hüpfenden Rhythmus, bei dem selbst mein gelähmter Fuß nicht stillhalten kann. Der Songtext von „Sorrow, Grief And Pain“ will zu diesem Rhythmus so gar nicht passen. „I got a one-way ticket to far away &#124; Going down to the river to end this pain.” Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen so fröhlichen, temporeichen Selbstmord-Song gehört zu haben. Rasante Fiedel-, Mandoline- und Gitarrenläufe treiben das Stück voran; beim Tanzen fällt es schwer, mitzuhalten. Während es auf allen Tracks um den typischen Country-Herz-Schmerz-Thema geht, sticht der Songtext des Titeltracks hier aus der Reihe und handelt von einer Frau, die gerne ohne einen Kerl klarkommt. „Cos then at least I know I’m free“ singt Anissa auf „Easy Come, Easy Go“ während sie fröhlich fiedelt und Sophias Bass ungewöhnlich leichte Töne ansteuert. Mein Fazit am Ende: Es lohnt sich, hin und wieder Musik zu hören, die nicht mit dem eigenen Musikgeschmack einhergeht. Dabei kann man schöne Überraschungen erleben.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Also, ich bin jetzt mal ganz ehrlich. Beim ersten Reinhören in diese CD dachte ich: das ist überhaupt nicht die Sorte Musik, die ich meinen Ohren freiwillig zumute. Ich hatte etwas im Stil der Andrews Sisters erwartet – Musik im Jazz-Pop-Bereich.&nbsp; Aber das hier ist Country-Musik. Und ich bin kein Fan davon. Wie sollte ich mir da eine ganze Scheibe anhören? Und erst recht die Frage: Wie sollte ich über diese Musik schreiben? Ich habe mich aufs Sofa gesetzt und mir „Easy Come, Easy Go“ fünfmal hintereinander reingezogen. Und was soll ich sagen? Mit jedem Anhören gefiel mir die Musik immer besser. Am Ende konnte ich sogar alle Refrains mitsingen.&nbsp;</p>
<p>Der Country-Reigen eröffnet mit „Blaming You“, einem Stück im Walzertakt und – wie im Country-Genre üblich – einem traurigen Lied über das Verlassensein. „<em>I’ll never get in your way | I’ll never ask you to stay </em>“, singt Leadsängerin Anneli Burnett und lässt uns wissen, dass die Verlassene sich in ihr trauriges Schicksal fügen wird. Beim zweiten Stück „Fool’s Gold“ nimmt die Band Fahrt auf. Lead Vocals übernimmt diesmal Geary Allen, der auch auf Gitarre und Banjo temporeich zu hören ist. Auch er singt vom Verlassenwerden und wird im Refrain von Anneli und Anissa Burnett begleitet. Sologesang und Chorus wechseln sich ab und werden dabei von einem Gitarrensolo unterbrochen. Auf dem dritten Track geht es wieder ruhiger zu. „Don’t Let Me Fall“ singt Geary Allen zur dunklen Fiedel-Melodie von Anneli und Anissa Burnett, die auch den Refrain wieder einstimmen, während Sophia Burnetts dunkler Bass die Hoffnungslosigkeit des flehenden Gesangs weiter unterstreicht.&nbsp;</p>
<p>Die Burnett Sisters Band reist auf dieser (ihrer vierten) CD musikalisch durch die Stilrichtungen des Country. Von klassischen Fiedel-Melodien über Bluegrass und Americana bis zu temporeichen Flatfooting-Tanznummern präsentieren sie die Bandbreite des Genres, das sie seit über zehn Jahren in Live-Auftritten performen und virtuos beherrschen. Anissa gewann 2024 bei der <em>Galax Old Fiddlers Convention</em> das renommierte blaue Band in der Kategorie „Old-Time Fiddle“, und Anneli sicherte sich den ersten Platz in der Kategorie „Folk Song“. Auf dem letzten Track kommt alles zusammen. Das Stück in Moll eröffnet mit Anklängen einer spanischen Gitarre und wechselt dann zu einem flotten Harmony-Gesang, begleitet von einem schnellen, fröhlichen, hüpfenden Rhythmus, bei dem selbst mein gelähmter Fuß nicht stillhalten kann. Der Songtext von „Sorrow, Grief And Pain“ will zu diesem Rhythmus so gar nicht passen. „<em>I got a one-way ticket to far away | Going down to the river to end this pain</em>.” Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen so fröhlichen, temporeichen Selbstmord-Song gehört zu haben. Rasante Fiedel-, Mandoline- und Gitarrenläufe treiben das Stück voran; beim Tanzen fällt es schwer, mitzuhalten. Während es auf allen Tracks um den typischen Country-Herz-Schmerz-Thema geht, sticht der Songtext des Titeltracks hier aus der Reihe und handelt von einer Frau, die gerne ohne einen Kerl klarkommt. „<em>Cos then at least I know I’m free</em>“ singt Anissa auf „Easy Come, Easy Go“ während sie fröhlich fiedelt und Sophias Bass ungewöhnlich leichte Töne ansteuert.</p>
<p>Mein Fazit am Ende: Es lohnt sich, hin und wieder Musik zu hören, die nicht mit dem eigenen Musikgeschmack einhergeht. Dabei kann man schöne Überraschungen erleben.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>On The Wing</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/on-the-wing/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 05:08:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine völlig andere Gangart schlägt die „One Woman Band“ U.T.A., wie sie ihr Projekt nennt, auf der neuen Veröffentlichung ein. Nicht mehr so sperrig wie ihr Vorgänger &#8211; das witzige Artwork (ihres Gatten übrigens) weist den Weg: Auf dem Cover sprengt das Cowgirl in vollem Galopp im Sonnenuntergang dahin, wobei vom Himmel ominöse brennende Objekte regnen. Die Inlay Card zeigt die Reiterin, spektakulär von ihrem scheuenden Pferd abgeworfen. Auf der Cover-Rückseite streckt sie den kaputten Gitarrenhals siegreich und selbstbewusst gen Himmel… Americana ist angesagt: Blues-R&#38;B-Country-Soul-Folk, nur mit Gitarre und Loop Station aufgenommen, oft (fast) Ein-Akkord-Songs, die vom Gesang leben. Mit ihrer angenehm warmen, rauchzarten Stimme schafft sie einen besonderen&#160; Einsatz der Sprache, eine meisterhafte Diktion mit bisweilen außergewöhnlicher Phrasierung der englischen Texte. Aber auch der Einsatz der Gitarre schafft Stimmung, mal countryesk, mal folkig, immer gekonnt. Der titelgebende Opener ist flott-folkig mit elektronischen Gimmicks, diese findet man immer wieder, gleich bei „Betrayed And Sold“ oder „I Go To Work“. „First Day Of Spring“ ist eine fröhliche Folknummer, ähnlich gut gelaunt der Countrysong „Don’t Leave Me Behind“&#160; mit dem Genre-typischen Yeehaw-Ruf. Nachdenkliche Balladen sind „No Call“,&#160; „The Chase“ und „The River“. Und schmunzeln werden besonders gestresste Mamas von halbwüchsigen Söhnen über „Key Under The Doormat“.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine völlig andere Gangart schlägt die „One Woman Band“ U.T.A., wie sie ihr Projekt nennt, auf der neuen Veröffentlichung ein. Nicht mehr so sperrig wie ihr Vorgänger &#8211; das witzige Artwork (ihres Gatten übrigens) weist den Weg: Auf dem Cover sprengt das Cowgirl in vollem Galopp im Sonnenuntergang dahin, wobei vom Himmel ominöse brennende Objekte regnen. Die Inlay Card zeigt die Reiterin, spektakulär von ihrem scheuenden Pferd abgeworfen. Auf der Cover-Rückseite streckt sie den kaputten Gitarrenhals siegreich und selbstbewusst gen Himmel… Americana ist angesagt: Blues-R&amp;B-Country-Soul-Folk, nur mit Gitarre und Loop Station aufgenommen, oft (fast) Ein-Akkord-Songs, die vom Gesang leben. Mit ihrer angenehm warmen, rauchzarten Stimme schafft sie einen besonderen&nbsp; Einsatz der Sprache, eine meisterhafte Diktion mit bisweilen außergewöhnlicher Phrasierung der englischen Texte. Aber auch der Einsatz der Gitarre schafft Stimmung, mal countryesk, mal folkig, immer gekonnt. Der titelgebende Opener ist flott-folkig mit elektronischen Gimmicks, diese findet man immer wieder, gleich bei „Betrayed And Sold“ oder „I Go To Work“. „First Day Of Spring“ ist eine fröhliche Folknummer, ähnlich gut gelaunt der Countrysong „Don’t Leave Me Behind“&nbsp; mit dem Genre-typischen Yeehaw-Ruf. Nachdenkliche Balladen sind „No Call“,&nbsp; „The Chase“ und „The River“. Und schmunzeln werden besonders gestresste Mamas von halbwüchsigen Söhnen über „Key Under The Doormat“.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sanguine Soul</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/sanguine-soul/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2025 07:00:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Singer-/Songwriterin Marla Moya hat uns bei der letzten Fem Night in der Frankfurter Brotfabrik bereits verzaubert &#8211; jetzt ist ihr Solodebüt „Sanguine Soul“ erschienen. Damit hat sie, nach dem Erfolg ihres Duos Marla &#38; David Celia mit über 1.000 Konzerten, ein neues, aufregendes Kapitel aufgeschlagen: Sie schickte ihrem Jugendidol Robert Francis kurzerhand ein Live-Video von sich selbst und fragte ihn, ob er ihr neues Album produzieren wolle. Der lud sie prompt in sein Studio nach Los Angeles ein. Mit ihm und bekannten US-Musikern nahm sie schließlich 12 Songs auf, live und ohne Klick &#8211; ein bewusster Bruch mit Perfektion zugunsten von Gefühl und genau richtig für Moyas Songs. Denn ihre wunderschönen Countrysongs klingen einzigartig und schon jetzt nach zeitlosen Klassikern. Mit unverwechselbarem, rauem Timbre singt sie von den vielen Facetten eines Neuanfangs, der manchmal schmerzliche „Häutungen“ mit sich bringt: „Let me introduce to you my naked skin the shedding process now begins, I’m terrified“. Dass ihre Lieder nicht schwermütig, sondern bittersüß anmuten, ist zweifellos ihre Stärke („Nomadic Hobo“, „Longing For Longing“). Überhaupt klingt vieles nostalgisch wie in „Radio“, das an unbeschwerte Jugendzeiten erinnert. Ab 22.1.2026 ist sie auf Release-Tour, die solltet ihr nicht verpassen! Video</p>
<p>The post <a href="https://www.melodiva.de/cdreviews/sanguine-soul/">Sanguine Soul</a> appeared first on <a href="https://www.melodiva.de">Melodiva</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Singer-/Songwriterin Marla Moya hat uns bei der letzten Fem Night in der Frankfurter Brotfabrik bereits verzaubert &#8211; jetzt ist ihr Solodebüt „Sanguine Soul“ erschienen. Damit hat sie, nach dem Erfolg ihres Duos <em>Marla &amp; David Celia</em> mit über 1.000 Konzerten, ein neues, aufregendes Kapitel aufgeschlagen: Sie schickte ihrem Jugendidol Robert Francis kurzerhand ein Live-Video von sich selbst und fragte ihn, ob er ihr neues Album produzieren wolle. Der lud sie prompt in sein Studio nach Los Angeles ein. Mit ihm und bekannten US-Musikern nahm sie schließlich 12 Songs auf, live und ohne Klick &#8211; ein bewusster Bruch mit Perfektion zugunsten von Gefühl und genau richtig für Moyas Songs. Denn ihre wunderschönen Countrysongs klingen einzigartig und schon jetzt nach zeitlosen Klassikern. Mit unverwechselbarem, rauem Timbre singt sie von den vielen Facetten eines Neuanfangs, der manchmal schmerzliche „Häutungen“ mit sich bringt: <em>„Let me introduce to you my naked skin the shedding process now begins, I’m terrified“</em>. Dass ihre Lieder nicht schwermütig, sondern bittersüß anmuten, ist zweifellos ihre Stärke („Nomadic Hobo“, „Longing For Longing“). Überhaupt klingt vieles nostalgisch wie in „Radio“, das an unbeschwerte Jugendzeiten erinnert. Ab 22.1.2026 ist sie auf Release-Tour, die solltet ihr nicht verpassen! <a href="https://youtu.be/Yc88WP77Q4M?si=GP80K1rStudI8Pb_" target="_top" rel="noopener">Video</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>American Railroad</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/american-railroad/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Nov 2024 06:16:21 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.melodiva.de/?post_type=cdreviews&#038;p=114574</guid>

					<description><![CDATA[<p>„American Railroad“ ist ein wunderbares Folk- &#38; Bluesmusik-Album, das zu einem auf mehrere Jahre angelegten Musik- und Erzählprojekt gehört. Dahinter steht das Silkroad Ensemble, das ehemals von Yo-Yo Ma ins Leben gerufen wurde und seit 2020 von der Musikerin Rhiannon Giddens (Vocals/Banjo) als künstlerische Leiterin vorangetrieben wird. „American Railroad“ taucht tief in die Historie der US-amerikanischen Eisenbahn ein und bringt die unerzählten Geschichten der Transcontinental Railroad ins kollektive Gedächtnis zurück: von brutaler Enteignung der Native Americans, der harten Arbeit der Arbeitsimmigrant*innen, Hoffnung und Aufbegehren der Sklav*innen. Zum Projekt gehört auch eine von Giddens moderierte Podcast-Serie, in der Historiker*innen, Musiker*innen, Nachfahren von Eisenbahnarbeiter*innen und Mitglieder der Standing Rock Sioux zu Wort kommen. Das Album präsentiert Auftragswerke von Cécile McLorin Salvant, Wu Man, u.a., neue Arrangements von von Schwarzen geschriebenen Folksongs sowie eigene Kompositionen. In dem Soundtrack spielen Banjo und die chinesische Schalenhalslaute Pipa im Duett („Rainy Day“), es sind tolle Instrumentals mit Percussion- und Tablasoli und wunderschöne Streichquartette zu hören, japanische Chöre („Tamping Song“) und Gospels („O Shout!“), ein grandioses Stück der indigenen Bluesmusikerin Pur Fé (Lap-Steel-Gitarre/Vocals) u.v.m. Sehr empfehlenswert!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„American Railroad“ ist ein wunderbares Folk- &amp; Bluesmusik-Album, das zu einem auf mehrere Jahre angelegten Musik- und Erzählprojekt gehört. Dahinter steht das Silkroad Ensemble, das ehemals von Yo-Yo Ma ins Leben gerufen wurde und seit 2020 von der Musikerin Rhiannon Giddens (Vocals/Banjo) als künstlerische Leiterin vorangetrieben wird. „American Railroad“ taucht tief in die Historie der US-amerikanischen Eisenbahn ein und bringt die unerzählten Geschichten der Transcontinental Railroad ins kollektive Gedächtnis zurück: von brutaler Enteignung der Native Americans, der harten Arbeit der Arbeitsimmigrant*innen, Hoffnung und Aufbegehren der Sklav*innen. Zum Projekt gehört auch eine von Giddens moderierte <a href="https://www.silkroad.org/american-railroad-podcast" target="_blank" rel="noopener">Podcast-Serie</a>, in der Historiker*innen, Musiker*innen, Nachfahren von Eisenbahnarbeiter*innen und Mitglieder der Standing Rock Sioux zu Wort kommen. Das Album präsentiert Auftragswerke von Cécile McLorin Salvant, Wu Man, u.a., neue Arrangements von von Schwarzen geschriebenen Folksongs sowie eigene Kompositionen. In dem Soundtrack spielen Banjo und die chinesische Schalenhalslaute Pipa im Duett („Rainy Day“), es sind tolle Instrumentals mit Percussion- und Tablasoli und wunderschöne Streichquartette zu hören, japanische Chöre („Tamping Song“) und Gospels („O Shout!“), ein grandioses Stück der indigenen Bluesmusikerin Pur Fé (Lap-Steel-Gitarre/Vocals) u.v.m. Sehr empfehlenswert!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ordinary Magic</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/ordinary-magic/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Oct 2024 06:00:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.melodiva.de/?post_type=cdreviews&#038;p=113973</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Nachrichten sind voll von Krisen und Problemen, da ist es manchmal schwer, die Schönheiten des Lebens und der Welt wahrzunehmen. Die afroamerikanische Musikerin Lea Morris tut genau das in ihrer Musik, in der sie das Leben, die Liebe, die Freude und den Frieden feiert. Während der Coronapandemie entwickelte sie die Gewohnheit, in den einfachen Dingen des Lebens kleine Wunder zu entdecken und diese dann in einen Song zu gießen. Diese empowernde Erfahrung möchte sie jetzt mit ihrer Songsammlung „Ordinary Magic“ weitergeben. Lea Morris kommt aus Washington und lebt seit 2020 in Deutschland. Sie hat eine angenehme, bluesige Stimme, spielt hervorragend Akustikgitarre und tritt auch mit Loop-Station auf. In Meine arbeitet sie u.a. als Chorleiterin des Joyful Noise Community Choirs. Einige schöne Chor-Passagen und Backgroundchöre sind denn auch auf dem Album zu hören. Mit ihren Mitmusiker*innen an Klavier, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Saxofon, Trompete, Tin Whistle, Mandoline, Bouzouki, Flöte, Lap Steel, Akkordeon und Bandura ist ihr ein herzwärmendes Album gelungen, das Folk, Blues und Soul verbindet. Es spendet nicht nur Trost, sondern macht auch gute (Sing-)Laune (zur CD gib es ein schön gestaltetes Songbook). Mut macht sie außerdem mit ihrem &#8222;Kamala for president&#8220;-Song „Forward!“!</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nachrichten sind voll von Krisen und Problemen, da ist es manchmal schwer, die Schönheiten des Lebens und der Welt wahrzunehmen. Die afroamerikanische Musikerin Lea Morris tut genau das in ihrer Musik, in der sie das Leben, die Liebe, die Freude und den Frieden feiert. Während der Coronapandemie entwickelte sie die Gewohnheit, in den einfachen Dingen des Lebens kleine Wunder zu entdecken und diese dann in einen Song zu gießen. Diese empowernde Erfahrung möchte sie jetzt mit ihrer Songsammlung „Ordinary Magic“ weitergeben. Lea Morris kommt aus Washington und lebt seit 2020 in Deutschland. Sie hat eine angenehme, bluesige Stimme, spielt hervorragend Akustikgitarre und tritt auch mit Loop-Station auf. In Meine arbeitet sie u.a. als Chorleiterin des Joyful Noise Community Choirs. Einige schöne Chor-Passagen und Backgroundchöre sind denn auch auf dem Album zu hören. Mit ihren Mitmusiker*innen an Klavier, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Saxofon, Trompete, Tin Whistle, Mandoline, Bouzouki, Flöte, Lap Steel, Akkordeon und Bandura ist ihr ein herzwärmendes Album gelungen, das Folk, Blues und Soul verbindet. Es spendet nicht nur Trost, sondern macht auch gute (Sing-)Laune (zur CD gib es ein schön gestaltetes Songbook). Mut macht sie außerdem mit ihrem &#8222;Kamala for president&#8220;-Song <a href="https://www.youtube.com/watch?v=e_4SS4tf0Eg" target="_blank" rel="noopener">„Forward!“</a>!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Partysongs For The Downcast</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/partysongs-for-the-downcast/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Oct 2024 05:00:21 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.melodiva.de/?post_type=cdreviews&#038;p=113969</guid>

					<description><![CDATA[<p>Partypop-Hymnen für Unbeschwerte gibt es überall, aber wer kümmert sich um die Niedergeschlagenen? Julia Heidmann und Paula Klee aka Romie haben jetzt einen Soundtrack voller Folk- &#38; Roots Rock-Hymnen für sehnsüchtige, einsame Herzen veröffentlicht. Zugegeben, „Partysongs For The Downcast“ ist eher was für eine Party am Lagerfeuer &#8211; dafür aber so wohltuend wie warmer Regen. Seit sie sich vor 11 Jahren beim Musikstudium in Frankfurt trafen, machen Heidmann und Klee gemeinsame Sache, vereinen Gesang und Gitarrenklänge zum ganz besonderen Romie&#8217;schen Zauber. Während der Pandemie fanden sie ihre Band Safe Haven, die sie fortan behutsam begleitet und ihre Strahlkraft verstärkt. Der Drummer &#38; Produzent Max Pfreimer ermutigte sie, das Album im Alleingang in einem leeren Haus in Bayern aufzunehmen, im Nachgang wurden dann noch Streicher, Harfe, Pedal Steel und Sitar hinzugefügt. Wer die zehn Songs hört, könnte meinen, die CD wäre in Nashville entstanden. Vergleiche mit Fleetwood Mac, Leonard Cohen, Crosby, Stills, Nash &#38; Young und The Staves sind treffend und gewollt. Die Musik ist jedenfalls genauso zeitlos schön. Mit dem Anti-Depressionssong „Black Crows“ wollen Romie eine tröstliche Umarmung schicken, in anderen Songs geht es um das Abstreifen falscher Glaubenssätze, das Loslassen einer unerwiderten Liebe, Einsamkeit und tiefe Trauer. Mit der Klavierballade „All The Times That I Felt Lonely“ setzen Romie ein starkes Stück ans Ende ihre tollen Albums.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Partypop-Hymnen für Unbeschwerte gibt es überall, aber wer kümmert sich um die Niedergeschlagenen? Julia Heidmann und Paula Klee aka Romie haben jetzt einen Soundtrack voller Folk- &amp; Roots Rock-Hymnen für sehnsüchtige, einsame Herzen veröffentlicht. Zugegeben, „Partysongs For The Downcast“ ist eher was für eine Party am Lagerfeuer &#8211; dafür aber so wohltuend wie warmer Regen. Seit sie sich vor 11 Jahren beim Musikstudium in Frankfurt trafen, machen Heidmann und Klee gemeinsame Sache, vereinen Gesang und Gitarrenklänge zum ganz besonderen Romie&#8217;schen Zauber. Während der Pandemie fanden sie ihre Band Safe Haven, die sie fortan behutsam begleitet und ihre Strahlkraft verstärkt. Der Drummer &amp; Produzent Max Pfreimer ermutigte sie, das Album im Alleingang in einem leeren Haus in Bayern aufzunehmen, im Nachgang wurden dann noch Streicher, Harfe, Pedal Steel und Sitar hinzugefügt. Wer die zehn Songs hört, könnte meinen, die CD wäre in Nashville entstanden. Vergleiche mit Fleetwood Mac, Leonard Cohen, Crosby, Stills, Nash &amp; Young und The Staves sind treffend und gewollt. Die Musik ist jedenfalls genauso zeitlos schön. Mit dem Anti-Depressionssong „Black Crows“ wollen Romie eine tröstliche Umarmung schicken, in anderen Songs geht es um das Abstreifen falscher Glaubenssätze, das Loslassen einer unerwiderten Liebe, Einsamkeit und tiefe Trauer. Mit der Klavierballade „All The Times That I Felt Lonely“ setzen Romie ein starkes Stück ans Ende ihre tollen Albums.</p>
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		<title>You&#8217;re The One</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/youre-the-one/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Aug 2023 06:00:28 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.melodiva.de/?post_type=cdreviews&#038;p=107069</guid>

					<description><![CDATA[<p>8-mal für den Grammy nominiert, zweimal gewonnen, von NPR zu einer der 25 einflussreichsten Musikerinnen des 21. Jhdts gekürt, frisch ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis 2023 – noch Fragen? Rhiannon Giddens ist als hervorragende Interpretin traditioneller amerikanischer und irischer Folkmusik bekannt, arbeitete mit Yo-Yo Ma und T-Bone Burnett zusammen, schreibt Opern-, Ballett- und Filmmusik. Ihr drittes Soloalbum, das sie mit einem elfköpfigen Ensemble plus Gästen (u.a. Leyla McCalla) eingespielt hat, enthält erstmals nur eigene Songs. Musikalisch schöpft sie aus dem reichen Erbe der amerikanischen Roots-Musik: von Folk, Blues, Jazz, Cajun, Country, Gospel, Soul zu Rock. Giddens Texte handeln von der innigen Liebe zu ihren Kindern, von Selbstbehauptung, erfüllten wie unglücklichen Liebesbeziehungen, die sie in überwiegend schwungvolle Musik mit einem Augenzwinkern packt: „You’re looking through a keyhole &#124; But I’m an open door &#124; It’s no wonder you don’t see me anymore“. Sie rückt Menschen in den Fokus, die in der Geschichtsschreibung häufig vergessen werden wie z.B. den afroamerikanischen Jugendlichen Kalief Browders, der drei Jahre unschuldig auf der Gefängnisinsel Rikers Island inhaftiert war und später Selbstmord beging (&#8222;Another Wasted Life&#8220;). &#8222;Yet To Be&#8220; erzählt die Story von einer schwarzen Frau und eines Iren, die sich trotz Widrigkeiten verlieben. Ihre Message: nur gemeinsam haben wir eine Zukunft.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>8-mal für den Grammy nominiert, zweimal gewonnen, von NPR zu einer der 25 einflussreichsten Musikerinnen des 21. Jhdts gekürt, frisch ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis 2023 – noch Fragen? Rhiannon Giddens ist als hervorragende Interpretin traditioneller amerikanischer und irischer Folkmusik bekannt, arbeitete mit Yo-Yo Ma und T-Bone Burnett zusammen, schreibt Opern-, Ballett- und Filmmusik. Ihr drittes Soloalbum, das sie mit einem elfköpfigen Ensemble plus Gästen (u.a. Leyla McCalla) eingespielt hat, enthält erstmals nur eigene Songs. Musikalisch schöpft sie aus dem reichen Erbe der amerikanischen Roots-Musik: von Folk, Blues, Jazz, Cajun, Country, Gospel, Soul zu Rock. Giddens Texte handeln von der innigen Liebe zu ihren Kindern, von Selbstbehauptung, erfüllten wie unglücklichen Liebesbeziehungen, die sie in überwiegend schwungvolle Musik mit einem Augenzwinkern packt: <em>„You’re looking through a keyhole | But I’m an open door | It’s no wonder you don’t see me anymore“</em>. Sie rückt Menschen in den Fokus, die in der Geschichtsschreibung häufig vergessen werden wie z.B. den afroamerikanischen Jugendlichen Kalief Browders, der drei Jahre unschuldig auf der Gefängnisinsel Rikers Island inhaftiert war und später Selbstmord beging (&#8222;Another Wasted Life&#8220;). &#8222;Yet To Be&#8220; erzählt die Story von einer schwarzen Frau und eines Iren, die sich trotz Widrigkeiten verlieben. Ihre Message: nur gemeinsam haben wir eine Zukunft.</p>
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		<title>Revealer</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/revealer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2022 14:05:24 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.melodiva.de/?post_type=cdreviews&#038;p=100965</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Rolling Stone beschreibt die Musik von Madison Cunningham so: “&#8230;a new spin on West Coast folk-rock, with classical tendencies, electric guitars, jazz-school chord changes and alt-rock strut all living under the same roof”. Wer die Musik von Jeff Buckley, Joni Mitchell oder Fiona Apple liebt, könnte am neuen Album der Singer-Songwriterin jedenfalls Gefallen finden. Zweimal wurde die 26Jährige bereits mit einer Grammy-Nominierung geadelt &#8211; “Best Americana Album“ beim Debüt 2019 und “Best Folk Album 2022“ für ihre EP &#8222;Wednesday&#8220;. Talent hat sie also reichlich, noch dazu scheint sie sich aber eine kindliche Experimentierfreude bewahrt zu haben, die ihr die besten Ideen beschert. Im Mittelpunkt der Musik steht ihr souveräner, unverwechselbarer Gesang und ihr einfallsreiches, fingerfertiges (E-)Gitarrenspiel. Daneben tobt sie sich noch an Bass, Mellotron, Cello, Mandocello, Drums, Synthies, Piano, Percussion, Wurlitzer und Sound Effects aus. Ihre Songs schielen nicht auf Radiotauglichkeit, sie sind tiefgründig, genau auf den Punkt, aber auch voller Umwege und überraschender Twists. Die Songs handeln von einer krisenbehafteten Zeit, sie entstanden während der Pandemie und als Cunninghams Großmutter starb. Das macht &#8222;Revealer&#8220; zu einem Zeitzeugnis, einer Art Überlebenshandbuch, in dem Trauer, Depression, Wut, Angst und Apathie Platz finden und in etwas Kraftvollem münden.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Rolling Stone beschreibt die Musik von Madison Cunningham so: <em>“&#8230;a new spin on West Coast folk-rock, with classical tendencies, electric guitars, jazz-school chord changes and alt-rock strut all living under the same roof”</em>. Wer die Musik von Jeff Buckley, Joni Mitchell oder Fiona Apple liebt, könnte am neuen Album der Singer-Songwriterin jedenfalls Gefallen finden. Zweimal wurde die 26Jährige bereits mit einer Grammy-Nominierung geadelt &#8211; “Best Americana Album“ beim Debüt 2019 und “Best Folk Album 2022“ für ihre EP &#8222;Wednesday&#8220;. Talent hat sie also reichlich, noch dazu scheint sie sich aber eine kindliche Experimentierfreude bewahrt zu haben, die ihr die besten Ideen beschert. Im Mittelpunkt der Musik steht ihr souveräner, unverwechselbarer Gesang und ihr einfallsreiches, fingerfertiges (E-)Gitarrenspiel. Daneben tobt sie sich noch an Bass, Mellotron, Cello, Mandocello, Drums, Synthies, Piano, Percussion, Wurlitzer und Sound Effects aus. Ihre Songs schielen nicht auf Radiotauglichkeit, sie sind tiefgründig, genau auf den Punkt, aber auch voller Umwege und überraschender Twists. Die Songs handeln von einer krisenbehafteten Zeit, sie entstanden während der Pandemie und als Cunninghams Großmutter starb. Das macht &#8222;Revealer&#8220; zu einem Zeitzeugnis, einer Art Überlebenshandbuch, in dem Trauer, Depression, Wut, Angst und Apathie Platz finden und in etwas Kraftvollem münden.</p>
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