67. Loccumer Kulturpolitisches Kolloquium zu Cultural Leadership

In der Öffentlichkeit mehren sich die Klagen über Machtmissbrauch in Kulturinstitutionen. Das wundert kaum: Wichtige Posten werden in der Regel nach künstlerischem Renommée besetzt. Den Kulturbetrieb verantwortungsvoll, generationen-, gender- und diversitygerecht zu gestalten, wird immer wichtiger. Es ist eine kulturpolitische Aufgabe, gute Führung und „cultural leadership“ als Prinzipien gesellschaftlicher Verantwortung zu etablieren. Das 67. Loccumer Kulturpolitische Kolloquium „Macht und Verantwortung – Cultural Leadership im Kulturbetrieb“ in Kooperation mit der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. vom 29.-31.03.2022 diskutiert, wie das gelingen kann. Hier könnt ihr euch zur Online-Tagung anmelden.

14.02.2022

Onlineveranstaltung: „Multimedia intersektional?“ 25.01.22

Der Musiktheaterbetrieb stellt Sängerinnen und Wissenschaftlerinnen vor besondere Herausforderungen, denn die – schwer definierbare – Vermischung von Stimme, Text und Körper beinhaltet komplexe Machtstrukturen. Oft genug verstellt der Fokus auf das Kunstwerk den Blick auf die beteiligten Personen. Wie aber lassen sich Machtstrukturen durch musikalische Performances reflektieren? Können diese durch neue Performance-Praktiken durchdrungen, hinterfragt und neu definiert werden? Wie kann frau als Sängerin damit umgehen, nicht nur in einem Stimmfach, sondern zugleich auch in einem ›Gender‹-Fach entsprechend performen zu müssen? Ist ›empowernde‹ Vokalität in der klassischen Musik überhaupt möglich? Am heutigen Dienstag, 25. Januar 2022 findet dazu ab 18 Uhr die Vortragsveranstaltung „Multimedia intersektional? Zur Reflexion von Machtstrukturen durch musikalische Performances“ an der HfMT Hamburg statt. Mit Prof. Dr. Nina Noeske, den Sängerinnen und Wissenschaftlerinnen Meredith Nicoll und Dorothea Koch und dem Trans-Aktivist und Tenor Holden Madagame. Die Teilnehme ist via Zoom-Link kostenlos möglich (Meeting-ID: 964 6924 9208).

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ringveranstaltungsreihe Mensch | Musik | Gender.

25.01.2022

CFP: Tagung „Künste und Mächte“ 22.-23.11.2018

Konzepte der Macht und Herrschaft in der Kunst und wie die Künste als Mittel gesellschaftlicher Machtdurchsetzung wirk(t)en, sind die Themen der Tagung, die der DGS-Arbeitskreis Soziologie der Künste vom 22. – 23. November 2018 an der Leuphana Universität in Lüneburg veranstaltet. Auf der Veranstaltung „Künste und Mächte – Politiken in den Künsten und durch die Künste“ sollen Weiterentwicklungen von Konzepten der Macht durch die Künste und in den Künsten neben empirischen Studien präsentiert und diskutiert werden. Dafür werden jetzt Beiträge gesucht, theoretische Reflektionen wie empirische Forschungsbeiträge. Beitragsvorschläge im Umfang von ungefähr 300-500 Worten und Kurzvita an ed.an1675862106ahpue1675862106l.inu1675862106@greb1675862106hcrik1675862106 und ed.an1675862106ahpue1675862106l.inu1675862106@ppua1675862106g1675862106. Einsendefrist: 20.08.2018. Es ist geplant, einen Band zur Tagung in Lüneburg zu erstellen, der in der Reihe „Kunst und Gesellschaft“ des Springer VS Verlages erscheinen würde. Zum kompletten Call geht es hier.

Die Tagung wendet sich an alle Soziolog*innen der Künste, explizit aber auch an Musiksoziolog*innen. Die Tagung des AKs wird am zweiten Tagungstag nachmittags in ein internationales und englischsprachiges Symposium für Urban Music Studies unter dem Motto „Groove the City“ an der Leuphana Universität übergehen. Teilnehmende der Tagung des AKs Soziologie der Künste können sich gerne auch für dieses Symposium an den folgenden Tagen (23. – 25. November 2018) registrieren bzw. dort mitwirken. Wir bitten darum, das Interesse an einer Mitwirkung an diesem Symposium im Abstract zu vermerken.

12.06.2018

Call for abstracts: e17 – Research conference on the Aesthetic Subjects in Umeå (Schweden)

You are hereby invited to submit an abstract for your coming presentation at e17, Tacit knowing or just plain silence? Research Conference on the Aesthetic Subjects, Umeå university Oct 31 – Nov 2 2017. The conference is directed to those who conduct research or teach in Aesthetic subjects. We await short verbal presentations. The length of the presentations is clearly defined not to exceed 30 minutes, which also includes 10 minutes of discussion and conversation with the audience. For information about submission of abstract, visit our website: http://www.trippus.net/E17, Information in English: http://www.trippus.se/eventus/userfiles/75161.pdf

The conference themes are: Dimensions of tacit knowing / Knowledge and assessment / Gender and power
Embodied knowledge, communication, artistic work and performance, Policy and future.

22.01.2017

Tag der Stimme 16.04.2015 erinnert an Stimme als Machtinstrument und erlernte „Veilchenstimmen“

In ihrem Artikel „Kein Verlass auf die Veilchenstimme“ informiert Tanja Paar über den Tag der Stimme, den „World Voice Day“, der jedes Jahr am 16. April begangen wird. Der Tag der Stimme soll an die Bedeutung der Stimme als Machtinstrument erinnern wie daran, dass auch die Stimmlagen sozial angelernt sind. Frauen mit „erlernter“ Piepsstimme, die leise oder unter Anspannung hysterisch hoch sprechen, zu enge Kleidung – das alles sind Faktoren, die dazu führen können, dass Frauen sich letztlich grade in Männerdomänen nicht durchsetzen können. In ihrem Artikel zitiert sie die Psychologin Barbara Widhalm, die als Stimm- und Sprechcoach arbeitet und sich auf der unabhängigen ExpertInnenplattform „stimme.at“, deren Gründungsmitglied sie ist, für ein größeres Bewusstsein über die Bedeutung der Stimme einsetzt. Sie hat in ihrer Dissertation über das Phänomen der „Veilchenstimme“ geschrieben. Es geht auf die deutsche Sprachforscherin Edith Slembek zurück, die es einem bekannten Stammbuchspruch entlehnt hat: „Sei wie das Veilchen im Moose, bescheiden, sittsam und rein, nicht wie die stolze Rose, die stets bewundert will sein.“ Eine bestimmte Stimmlage sei also sozial erwünscht und eingelernt. Widhalm spricht in diesem Zusammenhang vom „biopsychosozialen Phänomen Stimme“. Ihre gute Nachricht ist jedoch: die Stimme ist veränderbar. Durch Veränderung der Haltung, Atmung, des Artikulations- und Resonanzraumes. „In den letzten Jahrzehnten wurden im mitteleuropäischen Kulturkreis Frauenstimmen im Durchschnitt tiefer. Stimmlagen sind auch abhängig vom Status der Frau in den jeweiligen Ländern. Heute sind viel mehr Frauen berufstätig als zum Beispiel in unserer Großelterngeneration – und das auch in Führungspositionen. Das führt zu einem anderen Selbstverständnis und auch zu einer anderen Stimmlage.“ Zum vollständigen Artikel geht es hier: http://diestandard.at/2000014284305/Kein-Verlass-auf-die-Veilchenstimme?ref=rec

03.05.2015