Deutsche Jazzunion wird 50 Jahre alt

In diesem Jahr feiert die Deutsche Jazzunion – früher bekannt als Union Deutscher Jazzmusiker e.V. – ihr 50jähriges Jubiläum mit einem abwechslungsreichen Programm, das sich über das ganze nächste Jahr erstrecken wird und in einem Festakt im Rahmen des Albert-Mangelsdorff-Preises im November 2023 in Berlin gipfelt. Im Jahresprogramm stehen außerdem ein Jubiläums-Jazzforum im Juli 2023 am Gründungsort Marburg, Gesprächsformate in Kooperation mit diversen Jazzveranstaltungen sowie eine Wanderausstellung. Rechtzeitig zum Festakt wird eine Jubiläumspublikation veröffentlicht, in der zum einen die Verbandshistorie gewürdigt und zum anderen die Vielfalt der heutigen Jazzszene beleuchtet wird. Zu Beginn des Jubiläumsjahres erhält die Deutsche Jazzunion zudem einen frischen Anstrich durch ein aktualisiertes Corporate Design und eine neue Website. Prof. Anette von Eichel, Vorsitzende der Deutschen Jazzunion: „50 Jahre Deutsche Jazzunion: Das ist ein Grund zu feiern! Gemeinsam haben wir schon vieles erreicht – und gemeinsam treten wir auch weiterhin für eine Verbesserung der kultur- und berufspolitischen Rahmenbedingungen für professionelle Jazzmusiker*innen ein! Im Jubiläumsjahr richten wir den Blick auf den zurückgelegten Weg und rücken die Vielfalt der Jazzszene in Deutschland ins Rampenlicht!“

09.01.2023

Jazzverband Hessen e.V. gegründet

Nach pandemiebedingter Verzögerung fand am Samstag, dem 10. Dezember 2022 auf dem Hessischen Jazzpodium in Frankfurt die Gründungsversammlung des „Jazzverband Hessen e.V.i.G.“ statt. Der Jazzverband Hessen ist aus dem Netzwerk Jazz in Hessen hervorgegangen, und möchte zukünftig die Belange aller mit dem Jazz verbundenen Hess*innen auf Landes- und Bundesebene (und darüber hinaus) vertreten. Die bunte Vielfalt der hessischen Jazzszene spiegelte sich auch in der Gründungsversammlung wider: über 50 Akteur*innen (Vertreter*innen von Initiativen, Musiker*innen, Veranstalter*innen, Agent*innen und Pädagog*innen) kamen aus allen Landesteilen angereist. Als dreiköpfiger Vorstand wurden der Kontrabassist Jonas Lohse (Friedberg, 1. Vorsitzender), die Agentin Tinka Steinhoff (Marburg, stv. Vorsitzende) und der Pianist Werner Kirschbaum (Kassel) gewählt. „Hessen ist ein Bundesland mit einer einzigartigen Jazztradition. Dennoch fehlte der Jazzszene bislang eine Interessenvertretung auf Landesebene“, sagt Jonas Lohse. „Diese Lücke möchte der Jazzverband Hessen in Zukunft schließen“. Und Tinka Steinhoff ergänzt: „Als Flächenland hat Hessen viele ländliche Regionen und ich freue mich, dass davon heute so viele vertreten waren. Auf lange Sicht ist es unser Anliegen, die ganze Breite der Diversität der Menschen dieses Landes auch in der Jazzszene widergespiegelt zu sehen.“

Alle, die nicht an der Gründungsversammlung teilnehmen konnten, aber dennoch den Jazzverband Hessen mit einer Mitgliedschaft unterstützen möchten, schicken einfach eine Mail – Infos  zum Mitgliedsantrag kommen in Kürze. Auch ist es möglich, in einem Arbeitskreis mitzuarbeiten. Einen ersten Arbeitskreis zum Thema „Jazz-Pädagogik“ gab es ja bereits im ehemaligen Netzwerk Jazz in Hessen, daran soll nun wieder angeknüpft werden. Alle, die daran Interesse haben, melden sich bitte bei Corinna Danzer.

19.12.2022

Allianz der Freien Künste fordert Unterstützung für selbstständige Künstler*innen in der Energiekrise

Die steigenden Energie- und Strompreise bedrohten die freie Kunst- und Kulturszene existenziell, explodierende Produktionskosten könnten nicht durch Eintrittseinnahmen oder Energieeinsparungen ausgeglichen werden, schreibt die Allianz der Freien Künste (AFK) in einer Pressemitteilung. Zwar sei zu begrüßen, dass im Rahmen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds 1 Milliarde Euro für gezielte Hilfen für Kultureinrichtungen bereitgestellt werden. Der Begriff der „Kultureinrichtungen“ müsse dabei aber weit gefasst werden und die zahlreichen freien und privat getragenen Kulturorte unter dem Schutzschirm einschließen. Außerdem fehle es an effizienten Hilfen für selbstständige Künstler*innen, denn die gestiegenen Energiekosten führten zur Ausdünnung von Spielplanangeboten und Engagements, zur Kürzung von Honoraren sowie zum Wegbrechen von Verdienstmöglichkeiten. „Nachdem selbstständige Künstler*innen bereits durch die Corona-Pandemie immense wirtschaftliche Einbußen zu verzeichnen haben, drohen jetzt im Zuge der Energiekrise zusätzlich weitere Umsatzeinbrüche. Wir appellieren an die Bundesländer, dieser Abwärtsspirale entgegenzuwirken und geeignete Unterstützungsmaßnahmen auf den Weg zu bringen. In der Corona-Pandemie erprobte Hilfsprogramme wie z. B. niedrigschwellig angelegte und unbürokratisch zu beantragende Stipendien können hier Wirkung entfalten“, betont Helge-Björn Meyer, Co-Sprecher der Allianz der Freien Künste. Darüber hinaus appelliert die AFK an die Politik, die Fachexpertise der Interessenverbände aller Sparten einzubeziehen. Diese Form der Zusammenarbeit habe sich bei der Bewältigung der Corona-Krise als hilfreich und zielführend erwiesen.

21.11.2022

Treffen Netzwerk Jazz in Hessen 10.12.2022

Um die Interessen der freien Jazzszene vertreten und gegenüber der Landespolitik als Sprachrohr aller hessischen Jazzmusiker*innen, Jazzinitiativen und Clubs & Veranstalter*innen auftreten zu können, plant das Netzwerk Jazz in Hessen, im Dezember einen Verein zu gründen. Dafür werden jetzt Interessierte gesucht, die aktive oder passive Mitglieder werden und/oder sich als Mitglieder des Vorstandes zur Verfügung stellen wollen. Das Netzwerk trifft sich im Rahmen des Hessischen Jazzpodiums am 10.12.2022 um 15 Uhr in der HfMDK Frankfurt. Der Verein ist zunächst als reine Interessenvertretung gedacht, d.h. die Aufgabe des Vorstands wird vor allem darin bestehen, Gespräche zu führen und Netzwerke zu knüpfen.
Für die Planung wäre es ganz hilfreich, eine ungefähre Teilnehmendenzahl zu wissen. Deshalb werden Interessierte gebeten, sich dazu hier unverbindlich anzumelden (natürlich kann man aber auch unangemeldet teilnehmen).

21.11.2022

Koalition Freie Szene Frankfurt lädt zum Online-Best Practice Talk 19.10.2022

Der künftige Kulturentwicklungsplan der Stadt Frankfurt am Main soll die Situation der Freien Szene verbessern und bestehende und neue Fördermittel so effektiv wie möglich einsetzen. Dazu braucht es gute und konkrete Strategien, die mit den Akteur*innen der Freien Szene gemeinsam entwickelt werden sollten und genau an ihre Bedürfnisse angepasst sind. Daher organisiert der Zusammenschluss freischaffenden Künstler*innen in Frankfurt und Umgebung, die Koalition der Freien Szene, gerade einen Best Practice Talk, zu dem Gäste aus Düsseldorf und Köln eingeladen sind, über ihre Erfahrungen und Lösungen für die Arbeit der Freien Musikszene in ihren Städten zu berichten. Merk euch also schonmal den Termin vor: Mittwoch, 19.10., 19:30 Uhr. Hier könnt ihr euch für die Onlineveranstaltung anmelden.

07.09.2022

PRO MUSIK Umfrage zu Gagen & Honoraren

Die PRO MUSIK Arbeitsgruppe „Gagenrichtwerte & Honorarstandards“ hat eine Umfrage erstellt zum Thema „Betätigungsfelder freier Musikschaffender vor und seit der Corona-Pandemie“. Die Umfrage richtet sich an alle freischaffenden Musiker*innen, dauert 3-4 Minuten und ist vollkommen anonym. Es werden keine Namen, Mailadressen oder IP-Adressen abgefragt, gespeichert oder weitergegeben. Die Erkenntnisse will der Verband nutzen, um einerseits gezielter auf die Bedürfnisse seiner Mitglieder einzugehen und andererseits der Politik gegenüber konkret über Arbeitswirklichkeit und Bedürfnisse freier Musiker*innen berichten zu können. Hier geht es zur Umfrage.

24.08.2022

Honorar-Umfrage „Reden wir über Geld“

Unter „SO_LOS! Die Initiative für faire Honorare“ haben sich mehr als 25 Berufsverbände, Interessenvertretungen und Zusammenschlüsse von und für Solo-Selbstständige(n) zusammengeschlossen. Initiator und organisatorisches Rückgrat der Initiative ist das „Haus der Selbstständigen“ (HDS) in Leipzig. Ziel des Zusammenschlusses ist es, die Einkommen von Solo-Selbstständigen zu verbessern und ihre Interessenvertretungen zu stärken – bundesweit und branchenübergreifend. Dafür erhebt er aktuelle Honorare in der Umfrage „Reden wir über Geld!“. Sie sollen der Orientierung für individuelle und kollektive Verhandlungen dienen und den beteiligten Interessenvertretungen eine fundierte Grundlage liefern, um Mitglieder zu beraten und zu unterstützen. Die Ergebnisse werden im Oktober 2022 veröffentlicht. 
01.08.2022

Neuer Vorstand der Deutschen Jazz Union gewählt

Die Deutsche Jazz Union ist in den vergangenen Jahren zum kulturpolitischen Player geworden, an dem man nicht mehr vorbeikommt, wenn man als Kulturschaffende bei der Politik in Bund und Ländern etwas erreichen will. Maßgeblich dazu beigetragen haben Vorsitzende wie beispielsweise die Pianistin Julia Hülsmann oder der Trompeter Nikolaus Neuser, aber auch Vorständler*innen wie Felix Falk oder Alexandra Lehmler ebenso wie der aktuelle DJU-Geschäftsführer Urs Johnen. In einer digitalen Mitglieder-Versammlung am 3. Mai wurde für drei Jahre der DJU-Vorstand neu gewählt. Die Saxofonistin und Sängerin Gabriele Maurer (Mannheim), der Bassist Robert Lucaciu (Leipzig) und der Posaunist Janning Trumann (Köln) kommen neu dazu, während Neuser (Berlin), die Sängerin Johanna Schneider (Essen) und der Saxofonist Falk (Berlin) weiterhin im Vorstand bleiben. Die Kölner Sängerin, Professorin und Dekanin der Fachabteilung Jazz und Pop an der Hochschule für Musik und Tanz, Anette von Eichel, ist als Nachfolgerin von Neuser zur neuen DJU-Vorsitzenden gewählt worden. „Gemeinsam haben wir in den vergangenen Jahren schon viel für eine Stärkung des Jazz und notwendige Verbesserungen der Situation von Jazzmusiker*innen erreicht“, sagt von Eichel. „Daran wollen wir mit dem neu gewählten Vorstand anknüpfen, denn es gibt noch viel zu tun! Mit vereinten Kräften arbeiten wir für mehr soziale Sicherheit, Gleichberechtigung und Vielfalt für alle Jazzmusiker*innen in Deutschland!“

16.05.2022

Onlinesitzung der Koalition Freie Szene Frankfurt 16.03.2022

Die Koalition Freie Szene Frankfurt, die selbst organisierte politische Vertretung der freien Kulturschaffenden in Frankfurt, lädt zum nächsten Treffen ein: Am Mittwoch, 16.03.22 geht es von 10-12 Uhr online um folgende Themen:
1) die Implementierung der in AGs erarbeiteten Gagen- und Honorarschlüssel für Konzertgagen und Instrumental- & Gesangspädagogik. Wie können diese nun an Veranstalter*innen herangetragen werden?
2) Der Kulturentwicklungsplan – Best Practice Beispiele: Wie bereiten wir uns auf den Kulturentwicklungsplan vor?

Wenn ihr teilnehmen wollt, sendet eine Mail.

15.03.2022

Netzwerk Jazz in Hessen sucht Mitstreiter*innen für Vereinsgründung

Am 5. September fand die Videokonferenz des NETZWERK JAZZ IN HESSEN statt: darin wurde beschlossen, einen Verein zu gründen, um seine Interessen auf Landesebene effizient vertreten zu können; das Netzwerk lädt zur Mitarbeit in AGs, Beiräten und Vorstand ein und freut sich über möglichst viele Vereinsmitglieder (Kontakt).

29.10.2020

Netzwerktreffen zur Jazzförderung in Hessen (Videokonferenz)

Das Netzwerk Jazz in Hessen lädt jazzaffine Hess*innen zu seinem nächsten Treffen am 05.09.2020 ein, das coronabedingt als Video-Konferenz stattfindet. Bei der Video-Konferenz am 5. September wird es einerseits um die Auswirkungen der Coronakrise gehen: die Saxophonistin und Pädagogin Anke Schimpf wird über ihre Situation als freischaffende Musikerin und Eugen Hahn vom Jazzkeller Frankfurt über die schwierige Lage der unabhängigen Veranstalter*innen berichten. Zudem soll darüber beraten werden, welche Rolle eine landesweite Organisation wie das Netzwerk Jazz in Hessen in der politischen Diskussion über die Maßnahmen des Landes Hessen zur Krisenbewältigung spielen sollte und könnte. Corona zeige einmal mehr, wie viele der Entscheidungen, die die Kulturschaffenden direkt betreffen, auf Landesebene getroffen werden, wo es zur Zeit an einer institutionellen Interessenvertretung für den Jazz mangelt, schreibt das Netzwerk in seiner Einladung. Außerdem soll darüber beraten werden, ob die Gründung einer Art Hessischen Jazzkonferenz als Verein sinnvoll wäre, der die Interessen der hessischen Jazzszene – also der Jazzmusiker*innen, Veranstalter*innen, Pädagog*innen, Journalist*innen und aller sonstigen in der Musikproduktion Aktiven – vertreten und für Land und Kommunen Partner bei der Ausarbeitung konkreter Fördermodelle sein soll.
Wer Interesse hat, am Samstag, den 05.09.2020 von 13-15 Uhr teilzunehmen, aber noch nicht im Verteiler des Netzwerks ist, kann sich hier für den Newsletter anmelden und Anfang September den Einwahllink zur Konferenz über Cisco Webex geschickt bekommen.

11.08.2020