Gender-Mediathek geht online

Die Gender-Mediathek ist ein kollaboratives Projekt, das Dozent*innen, Trainer*innen, Multiplikator*innen und Interessierte bei der Suche nach feministischen und geschlechterbezogenen audiovisuellen Lehr- und Lernmaterialien unterstützt. Im Internet gibt es zahlreiche Medien von unterschiedlicher Qualität und Machart, verteilt auf verschiedene Plattformen. Diese sind allerdings meist nicht thematisch sortiert erfasst und nicht immer leicht zugänglich. Hier das passende Medium zu finden, das für die eigene Themenstellung und die jeweilige Zielgruppe passend ist, ist oft zu zeitaufwändig. Die Gender-Mediathek will hier Abhilfe schaffen. Hier findet ihr ausgewählte Medien von verschiedenen Anbieter*innen – von öffentlich und frei zugänglichen bis zu kostenpflichtigen Portalen – und könnt diese über Volltext- oder Schlagwortsuche recherchieren. Zusätzlich werden „Im Fokus“ regelmäßig Medien und Materialien zu relevanten Themen vorgestellt. Neben dem direkten Link auf das Medium, der Beschreibung des Inhalts, den Produzent*innen, technischen Angaben und Bezugsquellen, finden sich auch Hinweise zum Einsatz der Medien in der Bildungsarbeit.

Die Medien in der Gender-Mediathek werden von der Redaktion sowie Mitarbeiter*innen des Stiftungsverbundes der Heinrich-Böll-Stiftung recherchiert. Sie nehmen Medien auf, die sie vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen in der Bildungsarbeit für gut nutzbar halten. Dabei gibt es natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit – die Redaktion setzt auch auf die „Schwarmintelligenz“. Wenn ihr audiovisuelle Medien kennt, die gut für die feministische und geschlechterpolitische Bildungsarbeit geeignet sind, und/oder mit deren Einsatz ihr Erfahrungen habt, dann macht mit!

06.04.2020

Vortragsreihe: „Women Take On The Digital Divide“ in Berlin

In einer Sechsteiligen Vortragsreihe beschäftigt sich die Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Gunda Werner Institut und der Organisation FraenLoop mit Themen rund um die Digitale Welt – aus der Sicht von und mit Blick auf Frauen.

Am 28.11.2019 startet die Reihe unter dem Titel „Mad Men“, Public Consent & Data Privacy. Sprecherin ist Temi Lasade-Anderson.

Weitere geplante Themen der Reihe sind unter anderem Fragen zu Einfluss der Digitalen Revolution auf die Arbeitsbedingungen von Frauen, wie sich Zugangsmöglichkeiten zu Jobs, Versicherungen und Dienste für Frauen bereits geändert haben, und wie Frauen Technologien wie zum beispiel Blockchain emanzipativ nutzen können.

21.11.2019

böll.thema: Demokratie braucht Feminismus

Die neue Ausgabe des Magazins „böll.thema“ der Heinrich-Böll-Stiftung widmet sich dem Thema „Demokratie braucht Feminismus“. Das neue Heft informiert über die Strömungen des Feminismus, greift aktuelle Debatten und Entwicklungen auf (#MeToo, den umstrittenen Paragrafen 219a oder das Transsexuellengesetz) und zeigt vor allem eines: Demokratie braucht Feminismus! im webformat
Außerdem gibt es eine neue Podcast-Reihe: „Our Voices, our Choices“. Hier werden Geschichten über Frauen- und LGBTI-Menschenrechte erzählt von Menschen, deren Stimme nicht oft gehört wird und deren Rechte eingeschränkt werden. 

09.07.2018

Tagung „Building a Feminist Internet“ 26.06.18 Berlin

Es heißt, auf dem Land gehen die Uhren langsamer, und für das Internet trifft das definitiv zu. Denn dank der Bundesregierung reicht das Breitbandkabel nur bis zur nächst größeren Stadt, wenn überhaupt. Sollen die Leute also mehr bezahlen, wenn sie eine schnellere Verbindung wollen? Doch damit schrumpfen Handlungsräume und Teilhabe für Geringverdienende, ja zumeist Frauen*, weiter. Grundsätzlich gilt: das Internet und seine Technologien sind ein Spiegel der gesellschaftlichen Macht- und Herrschaftsstrukturen, also auch durchdrungen von Sexismus, Rassismus, Homo- und Transphobie. Inklusion bleibt die Ausnahme, und Hassreden insbesondere gegen Frauen*, Schwarze Frauen und People of Color sind alltäglich genauso wie Trans*- und/oder Homophobie. Doch aus feministischer Perspektive sollte für ein Internet gekämpft werden, das inklusiv, bezahlbar und vor allem nutzbar ist im Streit für ein gerechtes und gewaltfreies Miteinander. Die Heinrich-Böll-Stiftung veranstaltet zu diesem Thema am 26. Juni die Tagung „Building a Feminist Internet. Feministische Netzpolitik in der Praxis“ in Berlin mit Workshops, Lectures und Abendpanel von 14-21 Uhr. Auf der Tagung werden netzpolitische Handlungsfelder (wie zum Beispiel die Regulierung von Algorithmen oder Digitaler Gewalt, die fehlende Diversität in Tech-Unternehmen) mit feministischen Diskussionen zusammengebracht. Es geht um Theorie und Praxis.

Veranstaltungsort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin

Nähere Informationen zu Programm und Ablauf gibt es in Kürze. Der Eintritt ist frei. Interessierte können sich hier anmelden.

08.05.2018