Musikplattform Bandcamp verbietet KI-Inhalte

Die in Kalifornien ansässige US-Musikplattform Bandcamp mit einem Jahresumsatz von 268 Millionen US-Dollar (2024) ist für viele Musiker*innen, Bands und Indielabels DIE Vertriebsplattform, da sie dort bei Verkäufen vergleichsweise viel verdienen und wenig Gebühren an die Plattform zahlen müssen. Doch Bandcamp ist nicht nur eine gute Alternative zu ausbeuterischen Streamingdiensten wie Spotify und der diffusen Marktmacht von Universal, Sony Music und Warner – sie geht auch noch in Sachen KI mit gutem Beispiel voran! Wie die taz berichtet, sind auf Bandcamp ab sofort jegliche „Musik und Audio (Sprachstücke), die vollständig oder teilweise mit KI erstellt wurden“, verboten. Streng untersagt wird in Zukunft „jeglicher Einsatz von KI-Tools, um den Stil oder das Profil von anderen Künst­le­r*in­nen zu imitieren und dadurch deren Urheberrechte auszuhebeln“. Man behalte sich auch vor, Anpassungen und Updates bei den Schutzmaßnahmen vorzunehmen, „da die Welt der generativen KI nun mal im schnellen Wandel begriffen“ sei. „Wir glauben, dass die durch Musik entstandene menschliche Verbindung ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft und Kultur ist und dass Musik viel mehr ist als ein Produkt, das konsumiert wird. (…) Ebenso sind Musiker mehr als nur Produzenten von Klängen. Sie sind wichtige Mitglieder unserer Gemeinschaften, unserer Kultur und unseres sozialen Gefüges“, heißt es auf der Plattform. User*innen werden gebeten, Verstöße gegen das Protokoll umgehend mitzuteilen. 

19.01.2026

Workshop „Who’s Afraid of AI? Creativity, Credibility, and the Humanities“ 17.-18.11.2025

An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz findet vom 17. bis 18. November 2025 der internationale Workshop Who’s Afraid of AI? Creativity, Credibility, and the Humanities statt. Eingeladen sind Studierende, Graduierte und Promovierende, um die Auswirkungen generativer KI auf zentrale Konzepte der Geistes- und Kulturwissenschaften zu diskutieren. Für bis zu 20 internationale Teilnehmende werden Unterkunft und Reisekosten (bis 300 €) übernommen. Die Bewerbungsfrist endet am 6. Oktober 2025.
17.09.2025

Fachtag „KI in der Musikproduktion – what’s new?“ 16.10.2025 Potsdam

Wie verändert KI unser kreatives Arbeiten mit Klang? Am 16. Oktober dreht sich im Zentrum Pop in Potsdam alles um Tools, Workflows & neue Wege in der Musikproduktion. Freut euch auf Input-Sessions, Best Practices aus der Praxis und einem Panel zum Austausch – für alle, die Sound, KI und Zukunft zusammendenken. Der Fachtag wird in enger Kooperation vom ImPuls Brandenburg e.V. mit dem Zentrum Pop veranstaltet. Beginn: 9:30 Uhr, Kosten: 15 Euro.

22.08.2025

Musikfonds Stipendienprogramm für Künstliche Intelligenz

Wie Anfang des Jahres bereits verkündet, wird das Stipendienprogramm für Künstliche Intelligenz ein zweites Mal ausgeschrieben (STIP-5). Die Rahmenbedingungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Das Programm richtet sich weiterhin an Musikschaffende in Deutschland, die sich mit KI-basierter Komposition beschäftigen. Der weitestgehend unkontrollierbaren Ausbreitung von „Corporate AI“ sollen individuelle künstlerische Positionen entgegengesetzt werden, die die weitreichenden gesellschaftlichen Folgen von KI-Technologie reflektieren. Insgesamt werden 10 Stipendien durch eine Fachjury vergeben. Bewerbungsschluss: 31. August 2025

02.07.2025

Online-Netzwerktreffen „Sexismus & KI in der Arbeitswelt“ 23.06.2025

Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend in Bereichen eingesetzt, die für Gleichstellung und Chancengerechtigkeit in der Arbeitswelt besonders sensibel sind– etwa im Recruiting, der Leistungsbewertung, Personalentwicklung oder der Kommunikation. Jedoch wird auch deutlich: KI ist kein neutraler „Spiegel“, sondern ein Verstärker – für das, was bereits in unserer Gesellschaft angelegt ist. Umso wichtiger ist es, dass Organisationen bei der Einführung und Nutzung von KI in der Arbeitswelt ein diskriminierungssensibles und sexismusfreies Vorgehen wählen, das von Beginn an auf Vielfalt und Fairness ausgerichtet ist. Das Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“ lädt daher am Montag, den 23. Juni 2025 von 14-16 Uhr zu einem Online-Netzwerktreffen ein. Die Veranstaltung widmet sich dem Schwerpunkt „Sexismus & KI in der Arbeitswelt“ und bietet spannende Inputs zu den Fragen, wie Künstliche Intelligenz geschlechtsbezogene Diskriminierungen und Sexismus in der Arbeitswelt beeinflusst und welche Risiken und Chancen KI birgt. Im Rahmen des Netzwerktreffens wird Lisa Hanstein (Senior Expert, EAF Berlin) auf die Schnittstelle von Digitalisierung, KI und Geschlechtergerechtigkeit eingehen, auf welches sie sich im Projekt „Bits & Bias“ spezialisiert hat. Weitere Speaker*innen folgen. Hier geht es zu Anmeldung.

22.05.2025

„Kunst & KI“ der Kulturstiftung des Bundes

Mit ihrem Programm „Kunst & KI“ fördert die Kulturstiftung des Bundes die Entwicklung und Umsetzung von mindestens zehn Exzellenzprojekten. Der antragsoffene Fonds richtet sich an gegenwartsorientierte Kulturinstitutionen und frei produzierende Künstlergruppen aller Sparten (nicht an Einzelkünstler*innen), die die erforderlichen Kompetenzen nachweisen können und sich neugierig sowie kritisch mit einer der zentralen Technologien unserer Zeit und ihren gesellschaftlichen Implikationen künstlerisch auseinandersetzen möchten. Die Fördersumme beträgt mindestens 100.000 Euro und bis zu 240.000 Euro je Vorhaben. Neben dem Fonds umfasst das Programm Werkstätten, Akademien und Präsentationen, in denen sie ihr Wissen mit Interessierten innerhalb und außerhalb des Programms teilen. Am 20.03. findet von 10-11:30 Uhr eine Antragsberatung via Microsoft Teams statt. Den Link zur Teilnahme findet ihr hier. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
18.03.2025

YouTransfer e.V. testet KI bei Vergabe von Kunst-Stipendien

In dem Artikel „Künstliche Intelligenz in der Kunstförderung“ (KuMi 188) berichtet der Künstler, Kulturunternehmer und Referent für Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Ludwigsburg Clair Bötschi, wie der Kunstverein YouTransfer e.V. ein wegweisendes Experiment gewagt hat: Erstmals entschied 2024 die KI Aiden völlig autonom über die Vergabe eines Kunststipendiums. Von der Ausschreibung bis zur finalen Auswahl der Gewinner*innen übernahm die Maschine den gesamten Bewertungsprozess – schnell, effizient und unvoreingenommen. Ein großer Pluspunkt von Aidens Vorgehen liege in seiner inhaltlichen Konzentration: weil er sich nicht von einer Reputation oder von persönlichen Vorlieben leiten ließe, schreibt Bötschi. So könnten Projekte eine Chance bekommen, die abseits etablierter Netzwerke liegen. Gerade Newcomer oder unkonventionelle Ideen könnten so profitieren, wenn eine KI unvoreingenommen bewertet. Allerdings bliebe die Frage, ob eine rein datenbasierte Sichtweise alle Facetten künstlerischer Prozesse wirklich erfassen kann – oder ob der soziopolitische Kontext dabei verloren geht: „Führt ein rein datenbasierter Blick nicht auch zu einer Entkoppelung von den realen soziopolitischen Umständen, in denen Kunst entsteht, und wie kann dies gegebenenfalls ausgeglichen werden?“ YouTransfer will weiterforschen und sucht Partner für neue Experimente an der Schnittstelle von KI und Kunst.

11.03.2025

MusicBase Tour-Stop in Frankfurt (Oder) zu „KI in der Musikproduktion“ 22.11.2024

ImPuls Brandenburg e.V. lädt in diesem Jahr auf seiner MUSICBASE-Tour Musik- und Kulturschaffende zu fünf Branchentreffen der Popularmusik- und Festivalszene ein. Der vorletzte Termin ist am 22.11.2024 und steht unter dem Motto „KI in der Musikproduktion: K.O. oder O.K.?“ – Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz in der Brandenburger Popularmusik? Der Tag startet um 15 Uhr mit Inputs von Expert*innen, die dir die neuesten Entwicklungen aus der Welt der KI und Musik vorstellen. Dabei geht es nicht nur um die Technik – sondern auch um wichtige Fragen wie: Wie bleibt man kreativ in einer digitalisierten Welt? Wie können Künstler*innen KI nutzen, ohne ihre kreative Freiheit zu verlieren? Was gibt es bei der Nutzung von KI zu beachten? Im Zentrum des Nachmittags steht eine Podiumsdiskussion, bei der sich die Panelgäste vor allem mit Zukunftsfragen – Was bringt die Zukunft? Bleibt die Seele der Musik erhalten? – beschäftigen. Danach kannst du in Deep Dive Workshops lernen, wie du KI-Tools in deiner Musikproduktion einsetzt, während beim parallelen Roundtable der Musiker*innen-Netzwerke darüber gesprochen wird, wie Musiker*innen zusammenarbeiten können, um den Herausforderungen der neuen Zeit zu begegnen. Der Tag endet wie alle unsere Konferenzen mit einem Wat und Wo!-Showcase, bei dem aufstrebende Musiktalente aus Brandenburg auf der Bühne stehen. Tickets gibt es hier.
14.10.2024

Symposium „Musik erleben: KI und Musikpädagogik“ 21.09.2024 Frankfurt

Sie ist gekommen, um zu bleiben: Die Künstliche Intelligenz (KI)! KI duchdringt alle Lebensbereiche, da ist die Musik nicht ausgenommen, auch wenn sie sich in ihrem Habitat des Wahren, Schönen, Guten auf ur-menschliche Bedürfnisse und emotionale Erlebnisinhalte im Analogen beruft. Künstliche Intelligenz (KI) revolutioniert neben vielen anderen Lebensbereichen auch Kreativität und künstlerisches Schaffen. Wie ist der Stand der KI im Bereich der Musikpädagogik?Beim Symposium „Musik erleben: KI und Musikpädagogik“ werden am 21.09. im Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt Grenzen, Möglichkeiten und Anwendungsbereiche der KI im künstlerischen Unterricht aufgezeigt, Befürchtungen artikuliert, Neugier geweckt und neue Methoden probiert. Die Frankfurter Musikakademie Dr. Hoch’s Konservatorium und die Akademie für Tonkunst Darmstadt haben das Programm gemeinsam kuratiert. Die Veranstaltung mit hochqualifizierten Podiumsgästen wendet sich an Lehrkräfte, Studierende, Musizierende und Interessierte gleichermaßen. Die Teilnahme an der Veranstaltung, die um 10 Uhr beginnt, ist kostenfrei. Hier könnt ihr euch anmelden.

Veranstaltungsort: Dr. Hoch’s Konservatorium, Sonnemannstraße 16, 60314 Frankfurt am Main

27.08.2024

Neue Programme der Kulturstiftung des Bundes

Der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes unter Vorsitz von Kulturstaatsministerin Claudia Roth hat drei neue Programme bewilligt, die auf ganz unterschiedliche Weise die Herausforderungen adressieren, mit denen sich Kultureinrichtungen in den kommenden Jahren auseinandersetzen müssen. Kunst- und Kulturvereine, soziokulturelle Zentren, Theater oder Bibliotheken sind in Zeiten zunehmender Polarisierung wichtige Begegnungsorte innerhalb einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft. Um diese Angebote in ihrer Vielfalt langfristig zu unterstützen und zu stärken, stellt die Kulturstiftung des Bundes von 2024 bis 2031 bis zu 7,5 Millionen Euro für das Modellprogramm „Lokal – Programm für Kultur und Engagement“ zur Verfügung. Es ermöglicht engagierten Kulturakteur*innen in Städten und Gemeinden unter 100.000 Einwohner*innen, sich neue Partner zu suchen, wie etwa Sportvereine, Schulen und Kitas, die freiwillige Feuerwehr oder ortsansässige Firmen. Mit ihnen sollen sie in künstlerischen Projekten dauerhaft zusammenarbeiten.
Mit dem Programm „Kunst und KI“ (AT) fördert die Kulturstiftung des Bundes die Entwicklung und Umsetzung von mindestens zehn Exzellenzprojekten. Der antragsoffene Fonds richtet sich an gegenwartsorientierte Kulturinstitutionen und frei produzierende Künstlergruppen aller Sparten (nicht an Einzelkünstler*innen). Neben dem Fonds umfasst das Programm Werkstätten, Akademien und Präsentationen, in denen sie ihr Wissen mit Interessierten innerhalb und außerhalb des Programms teilen. Für das Programm stehen in den Jahren 2024 bis voraussichtlich 2028 bis zu 3,68 Mio. Euro zur Verfügung.
Anträge für alle Programme sind möglich, sobald die Fördergrundsätze mit den Antragsvoraussetzungen im Herbst 2024 veröffentlicht wurden.

29.07.2024

PopBoard NRW gibt Handbuch & Status Quo zu KI heraus

Seit der Veröffentlichung von ChatGPT im November 2022 haben sich die Ereignisse nahezu überschlagen: Immer mehr Angebote, Tools und Softwares drängen auf den Markt, die auch für den Bereich Popkultur keine unrelevante Rolle spielen. Mit dem Handbuch KI bietet das PopBoard NRW eine Hilfestellung, um Interessierten einen Überblick zu verschaffen, Licht in den Dschungel der Angebote zu bringen und zu einer weiterführenden Beschäftigung anzuregen. Der Status Quo KI beinhaltet eine Bestandsaufnahme der Entwicklung von KI in der Musik in den letzten Jahren und gibt einen kompakten Überblick über die verschiedenen Arten von KI sowie deren Vor- und Nachteile im Bezug auf Musik.

Diese und weitere Handbücher zu Nachhaltigkeit in der Popmusik, Digitalität, Förderangebote für Popmusik in NRW und mehr findet ihr hier.

10.07.2024

Neue Förderprogramm beim Musikfonds: Stipendium KI & Ensembleförderung

Im Rahmen des Netzwerktreffens hat der Musikfonds bereits seine beiden neuen Förderprogramme angekündigt. Ab dem 12.06.2024, beginnt die Antragsphase für das Stipendienprogramm des Musikfonds zur Künstlichen Intelligenz STIP-4. Es richtet sich an etablierte Komponist*innen in Deutschland, die sich mit KI-basierter Musikproduktion beschäftigen. Ziel ist es, das Potenzial von KI als Werkzeug zur Inspiration und zur Kreation unbekannter Klangwelten zu erforschen und innovative kompositorische Strategien im Umgang mit KI zu entwickeln. Das Stipendium wird für zwölf Monate gewährt und umfasst auch eine selbst gewählte Residenzphase. Bewerber*innen müssen Erfahrungen im Bereich Technologie/Neue Medien nachweisen. Das FEB-4 Förderprogramm richtet sich an professionelle freie Ensembles und Bands in Deutschland, die zur Vielfalt und künstlerischen Qualität der experimentellen Musikszene beitragen. Ziel ist u.a. die Unterstützung von Ensembles und Bands bei der Professionalisierung des Managements, der Entwicklung neuer künstlerischer Modelle und der Vermittlung ihrer musikalischen Formate. Gefördert werden langfristige Projekte, die bundesweit präsentiert werden und innovative Kollaborationen sowie nachhaltige Formen der Ensemble- und Bandarbeit umfassen. Antragsberechtigt sind professionelle Ensembles mit mindestens fünf Mitgliedern, die seit Januar 2022 ihren Sitz in Deutschland haben. Die Förderung beträgt bis zu 50.000 Euro jährlich für maximal zwei Jahre. Eine Bewerbung ist bei beiden Programmen bis zum 12. Juli 2024 möglich.

27.06.2024