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	<title>Alternative Archives - Melodiva</title>
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	<description>Female Music Network</description>
	<lastBuildDate>Thu, 18 Jun 2026 13:56:17 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Ghostwood</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/ghostwood/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clara Hofmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 05:00:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In „Ghostwood“ entführt einen die Nürnberger Band Hi Mum in eine träumerisch-nostalgische Welt. Das Album könnte meiner Meinung nach der perfekte Soundtrack für einen Retro-Teeniefilm sein: sehr gitarrenlastig, ein bisschen emo, ein bisschen indie, dieser nicht zu polierte, fuzzy, manchmal etwas dissonante Grunge-Sound. Ein diffuser Schwall an Gefühlen und Gedanken, auf den man melancholisch, aber mit einem Lächeln zurückblickt. Hi Mum schaffen es, eine besondere Höratmosphäre zu kreieren. Auch die Art, wie die Lyrics geschrieben sind, gefällt mir gut: Sie lesen sich ein bisschen wie „aus dem Herz aufs Papier gebracht“ und wirken wie authentische, fragmentarische Momentaufnahmen, in die man sich hineinversetzen kann. Ein Beispiel, das mir im Kopf geblieben ist, weil es eine ungewöhnliche, aber irgendwie süß formulierte Metapher ist, ist: „There’s jam all over my heart/That’s why I stick to you“ (Burn After Reading). Eine Empfehlung für alle, die sich gerne ein bisschen nostalgisch fühlen und es mögen, Songs aus den 90ern wiederzuentdecken. Video</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In „Ghostwood“ entführt einen die Nürnberger Band Hi Mum in eine träumerisch-nostalgische Welt. Das Album könnte meiner Meinung nach der perfekte Soundtrack für einen Retro-Teeniefilm sein: sehr gitarrenlastig, ein bisschen emo, ein bisschen indie, dieser nicht zu polierte, fuzzy, manchmal etwas dissonante Grunge-Sound. Ein diffuser Schwall an Gefühlen und Gedanken, auf den man melancholisch, aber mit einem Lächeln zurückblickt. Hi Mum schaffen es, eine besondere Höratmosphäre zu kreieren. Auch die Art, wie die Lyrics geschrieben sind, gefällt mir gut: Sie lesen sich ein bisschen wie „aus dem Herz aufs Papier gebracht“ und wirken wie authentische, fragmentarische Momentaufnahmen, in die man sich hineinversetzen kann. Ein Beispiel, das mir im Kopf geblieben ist, weil es eine ungewöhnliche, aber irgendwie süß formulierte Metapher ist, ist: „<em>There’s jam all over my heart/That’s why I stick to you</em>“ (Burn After Reading). Eine Empfehlung für alle, die sich gerne ein bisschen nostalgisch fühlen und es mögen, Songs aus den 90ern wiederzuentdecken. <a href="https://youtu.be/-zV7MI7c96c?si=W9ibx2SM86D7EDH-" target="_blank" rel="noopener"><em>Video</em></a></p>
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		<item>
		<title>Fuer immer Gummistiefel</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/fuer-immer-gummistiefel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2026 06:00:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Meine neue Lieblingsplatte! „Fuer immer Gummistiefel“ ist das erste Album von Rosa Hoelger, das sie mit ihrer über viele Jahre zusammengewachsenen Bandfamilie (Judith Retzlik, Tommy Schwarzbach und Lewin Grosse) sowie Gästen wie Dota Kehr und Lisa Harres aufgenommen hat. Darauf schafft das Kollektiv lebendige Atmosphären für Hoelgers tief ins Leben tauchende Geschichten. Wie es der Titel schon vermuten lässt, scheinen hier Menschen am Werk zu sein, die auf sympathische Weise nie erwachsen geworden und dennoch reif sind, weil sie Dinge aus dem Bauch heraustun, die Welt durch Kinderaugen sehen, Verrücktheiten und Träumereien ausleben und sich selbst nicht so ernst nehmen. Hoelgers lakonische, bildreiche Wortkunst nutzt die deutsche Sprache gekonnt mit Wortspielereien und Kunstpausen. Sie singt vom Urlaubserwartungsdruck („Dieses verdammte Gefühl“) oder grässlichen Anmachen von älteren Männern, bei denen man sich hinterher wünscht, demjenigen klar die Meinung gegeigt zu haben („23 wow“). Mein persönliches Highlight ist das geniale, mit wunderbar losgelassener Musik instrumentierte Porträt eines patenten Leistungsträgers, der immer alles unter Kontrolle hat („Keine Probleme“). Video</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Meine neue Lieblingsplatte! „Fuer immer Gummistiefel“ ist das erste Album von Rosa Hoelger, das sie mit ihrer über viele Jahre zusammengewachsenen Bandfamilie (Judith Retzlik, Tommy Schwarzbach und Lewin Grosse) sowie Gästen wie Dota Kehr und Lisa Harres aufgenommen hat. Darauf schafft das Kollektiv lebendige Atmosphären für Hoelgers tief ins Leben tauchende Geschichten. Wie es der Titel schon vermuten lässt, scheinen hier Menschen am Werk zu sein, die auf sympathische Weise nie erwachsen geworden und dennoch reif sind, weil sie Dinge aus dem Bauch heraustun, die Welt durch Kinderaugen sehen, Verrücktheiten und Träumereien ausleben und sich selbst nicht so ernst nehmen. Hoelgers lakonische, bildreiche Wortkunst nutzt die deutsche Sprache gekonnt mit Wortspielereien und Kunstpausen. Sie singt vom Urlaubserwartungsdruck („Dieses verdammte Gefühl“) oder grässlichen Anmachen von älteren Männern, bei denen man sich hinterher wünscht, demjenigen klar die Meinung gegeigt zu haben („23 wow“). Mein persönliches Highlight ist das geniale, mit wunderbar losgelassener Musik instrumentierte Porträt eines patenten Leistungsträgers, der immer alles unter Kontrolle hat („Keine Probleme“). <a href="https://www.youtube.com/watch?v=vZ527Nxgm84" target="_blank" rel="noopener">Video</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Fragile</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/fragile/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Aug 2025 05:01:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.melodiva.de/?post_type=cdreviews&#038;p=119473</guid>

					<description><![CDATA[<p>Tania Saleh wuchs in Beirat auf und war sechs Jahre alt, als der libanesische Bürgerkrieg begann. Sie ist eine der Gründerinnen der alternativen Musikszene im Libanon, sah dort aber keine Zukunft mehr für sich und ging ins Exil, was den Startpunkt für ihr neues, neuntes Studioalbum bildete. „Fragile“ ist eine Art Reisetagebuch in diesem neuen Lebensabschnitt, in dem sie sich mit Identität, Entwurzelung und dem Chaos des modernen Lebens auseinandersetzt. Von ihrem Neustart erzählt sie im Opener „Ghasseel Dmegh (Brainwash)“, wie sie sich selbst neu programmieren musste, um den „monotonen Klingelton&#160;ihres Lebens&#8220; zu ändern und ihm eine neue, positive Richtung zu geben. Auch „Matrah (Territory)“ zeichnet die Suche nach einer neuen Heimat nach, das Hin und Her zwischen Verzweiflung und Hoffnung. „Marajeeh (Swings)“ feiert die Leichtigkeit, die sich nicht um das Morgen schert. „Wo ist mein Platz in dieser riesigen Maschine? Was wird von uns übrigbleiben, wenn wir nichts als den Himmel haben werden?“, fragt sie in einem weiteren Song. Überhaupt ist es unsere Welt, die ihr Sorgen bereitet: ein System, in der wir alle von Maschinen abhängig sind und von ihnen kontrolliert werden, das kurz vor dem Zusammenbruch zu stehen scheint. Saleh hat die Musik für ihre arabischsprachigen Texte gemeinsam mit dem norwegischen Arrangeur und Komponisten Øyvind Kristiansen ersonnen. Und wie man es von ihr kennt, mischt sie auch hier wieder auf originelle Weise akustische Instrumente wie Piano, Klarinette, Flöte, Percussion, Oud und Kanoun mit elektronischen Klängen. Video</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Tania Saleh wuchs in Beirat auf und war sechs Jahre alt, als der libanesische Bürgerkrieg begann. Sie ist eine der Gründerinnen der alternativen Musikszene im Libanon, sah dort aber keine Zukunft mehr für sich und ging ins Exil, was den Startpunkt für ihr neues, neuntes Studioalbum bildete. „Fragile“ ist eine Art Reisetagebuch in diesem neuen Lebensabschnitt, in dem sie sich mit Identität, Entwurzelung und dem Chaos des modernen Lebens auseinandersetzt. Von ihrem Neustart erzählt sie im Opener „Ghasseel Dmegh (Brainwash)“, wie sie sich selbst neu programmieren musste, um den <em>„monotonen Klingelton&nbsp;ihres Lebens&#8220;</em> zu ändern und ihm eine neue, positive Richtung zu geben. Auch „Matrah (Territory)“ zeichnet die Suche nach einer neuen Heimat nach, das Hin und Her zwischen Verzweiflung und Hoffnung. „Marajeeh (Swings)“ feiert die Leichtigkeit, die sich nicht um das Morgen schert. <em>„Wo ist mein Platz in dieser riesigen Maschine? Was wird von uns übrigbleiben, wenn wir nichts als den Himmel haben werden?“</em>, fragt sie in einem weiteren Song. Überhaupt ist es unsere Welt, die ihr Sorgen bereitet: ein System, in der wir alle von Maschinen abhängig sind und von ihnen kontrolliert werden, das kurz vor dem Zusammenbruch zu stehen scheint. Saleh hat die Musik für ihre arabischsprachigen Texte gemeinsam mit dem norwegischen Arrangeur und Komponisten Øyvind Kristiansen ersonnen. Und wie man es von ihr kennt, mischt sie auch hier wieder auf originelle Weise akustische Instrumente wie Piano, Klarinette, Flöte, Percussion, Oud und Kanoun mit elektronischen Klängen. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=LjtOHgDj6_U&amp;t=12s" target="_blank" rel="noopener">Video</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Hol mir die Sterne zurück</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/hol-mir-die-sterne-zurueck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2025 15:18:26 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.melodiva.de/?post_type=cdreviews&#038;p=116822</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Streichholz wird angezündet zu Beginn von „Hol mir die Sterne zurück“, dem Debüt der Alternative Punkrockband FRAUPAUL aus Hamburg. Die Scheibe enthält mitreißende Songs, in denen die Songschreiberin Lisa Paul und ihre Bandkolleginnen Mary Vonk und Linda Sidaro teilen, was ihnen wichtig ist. „Siegen, Hass und Terror &#124; Bricht das alles jetzt zusamm &#124; Ich hab Angst“, heißt es im Opener über den ver-rückten Zustand der Welt. Frau erkennt sich wieder in diesen Songs: Es ist einfacher, sich permanent abzulenken mit der „Leblosigkeit auf allen Kanälen“ („Mehr von demselben“) als zuzuschauen, wie die Welt in Flammen steht und am eigenen „Menschsein“ zu arbeiten („Family Guy“). Im Song &#8222;Leben&#8220; lebt sich ein Paar auseinander, „Burn Out“ verarbeitet eigene Erfahrungen und beschreibt das völlig irrwitzige Jonglieren mit To Dos, das die heutige Arbeitswelt zu erfordern scheint. In „Freigeist“ blicken sie liebevoll auf die verschiedenen Innenwelten von Teenies und Eltern. Dass frau zu den 11 abwechslungsreichen und humorvollen Auf-die-zwölf-Songs tanzen und die eigene Wut rauslassen kann, ist gewollt. „Du bist nicht allein“ singt uns Paul im letzten Stück – der einzigen Ballade &#8211; zu und spätestens am Ende geht uns ein Licht auf: Wir müssen uns die Sterne selbst zurückholen. Video &#8222;Burn Out&#8220;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Streichholz wird angezündet zu Beginn von „Hol mir die Sterne zurück“, dem Debüt der Alternative Punkrockband FRAUPAUL aus Hamburg. Die Scheibe enthält mitreißende Songs, in denen die Songschreiberin Lisa Paul und ihre Bandkolleginnen Mary Vonk und Linda Sidaro teilen, was ihnen wichtig ist. <em>„Siegen, Hass und Terror | Bricht das alles jetzt zusamm | Ich hab Angst“</em>, heißt es im Opener über den ver-rückten Zustand der Welt. Frau erkennt sich wieder in diesen Songs: Es ist einfacher, sich permanent abzulenken mit der „Leblosigkeit auf allen Kanälen“ („Mehr von demselben“) als zuzuschauen, wie die Welt in Flammen steht und am eigenen „Menschsein“ zu arbeiten („Family Guy“). Im Song &#8222;Leben&#8220; lebt sich ein Paar auseinander, „Burn Out“ verarbeitet eigene Erfahrungen und beschreibt das völlig irrwitzige Jonglieren mit To Dos, das die heutige Arbeitswelt zu erfordern scheint. In „Freigeist“ blicken sie liebevoll auf die verschiedenen Innenwelten von Teenies und Eltern. Dass frau zu den 11 abwechslungsreichen und humorvollen Auf-die-zwölf-Songs tanzen und die eigene Wut rauslassen kann, ist gewollt. „Du bist nicht allein“ singt uns Paul im letzten Stück – der einzigen Ballade &#8211; zu und spätestens am Ende geht uns ein Licht auf: Wir müssen uns die Sterne selbst zurückholen. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=VK093tp9XQ4" target="_blank" rel="noopener">Video &#8222;Burn Out&#8220;</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Uydurdugumuz Oyunlarla</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/uydurdugumuz-oyunlarla/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Mar 2025 06:00:09 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.melodiva.de/?post_type=cdreviews&#038;p=116173</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das neue, vierte Album der türkischstämmigen Singer-Songwriterin Nilipek. aus Berlin trägt den Titel “Uydurdugumuz Oyunlarla” (Die Spiele, die wir erfunden haben) und es ist das Statement eines Abnabelungsprozesses. &#8222;Die Songs auf diesem Album wurden für die Lügen, die Menschen und die Situationen geschrieben, die uns einschränken, die uns dort halten, wo wir sind, die uns daran hindern, zu sein, wer wir sind &#8211; einschließlich uns selbst&#8220;, sagt Nilipek. &#8222;Vielleicht war dies deshalb das Album, das ich während des Produktionsprozesses am unabhängigsten empfand.&#8220; Ihre 11 Songs singt sie in ihrer Muttersprache, bisweilen sind auch Rhythmen und Streicherpassagen, wie man sie aus türkischer Musik kennt, zu hören. Ihre besondere Stimme ist ganz in den Vordergrund gerückt. Eindringlich singt sie von schwierigen Beziehungen, schwer heilenden Wunden, Trennung und unserer Unfähigkeit zur Kommunikation. „Bir Ses Var (There Is a Voice)“ beginnt mit Pfannen- und Topfklängen von den Gezi-Protesten und setzt sich mit Streichern und elektronischen Rhythmen fort, die uns die Schönheit des Zusammenseins, Schulter an Schulter, vermitteln. In „Kosk“ brennt die Figur ihre eigene Villa nieder. Wuchtige Indierock-Songs stehen neben bittersüßen Folk Noir Balladen, bei „Baykus“ macht sie gemeinsame Sache mit der Multikultiband No Land.&#160;Video &#8222;Menekşe&#8220;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das neue, vierte Album der türkischstämmigen Singer-Songwriterin Nilipek. aus Berlin trägt den Titel “Uydurdugumuz Oyunlarla” (<em>Die Spiele, die wir erfunden haben</em>) und es ist das Statement eines Abnabelungsprozesses. <em>&#8222;Die Songs auf diesem Album wurden für die Lügen, die Menschen und die Situationen geschrieben, die uns einschränken, die uns dort halten, wo wir sind, die uns daran hindern, zu sein, wer wir sind &#8211; einschließlich uns selbst&#8220;</em>, sagt Nilipek. <em>&#8222;Vielleicht war dies deshalb das Album, das ich während des Produktionsprozesses am unabhängigsten empfand.&#8220;</em> Ihre 11 Songs singt sie in ihrer Muttersprache, bisweilen sind auch Rhythmen und Streicherpassagen, wie man sie aus türkischer Musik kennt, zu hören. Ihre besondere Stimme ist ganz in den Vordergrund gerückt. Eindringlich singt sie von schwierigen Beziehungen, schwer heilenden Wunden, Trennung und unserer Unfähigkeit zur Kommunikation. „Bir Ses Var (There Is a Voice)“ beginnt mit Pfannen- und Topfklängen von den Gezi-Protesten und setzt sich mit Streichern und elektronischen Rhythmen fort, die uns die Schönheit des Zusammenseins, Schulter an Schulter, vermitteln. In „Kosk“ brennt die Figur ihre eigene Villa nieder. Wuchtige Indierock-Songs stehen neben bittersüßen Folk Noir Balladen, bei „Baykus“ macht sie gemeinsame Sache mit der Multikultiband No Land.&nbsp;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=mqHEJdQh1O4" target="_blank" rel="noopener">Video &#8222;Menekşe&#8220;</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Echo The Diamond</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/echo-the-diamond/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Aug 2023 09:49:09 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.melodiva.de/?post_type=cdreviews&#038;p=107061</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Singer-/Songwriterin aus North Carolina veröffentlicht dieser Tage gemeinsam mit ihrem Partner, dem Komponisten und Gitarristen Julian Lage ihr drittes Album. Ein Werk, dem ich schon nach einmaligem Durchhören einen festen Platz im Regal meiner all-time-favorites reserviere! Glaspy hat einfach einen unverwechselbaren Style. Ihr Gesang klingt ehrlich, ungebändigt und ausdrucksstark, auf der anderen Seite verletztlich, auch ihr E-Gitarrenspiel ist ausgefallen. Mit David King (Drums) und Chris Morrissey (Bass) enstand im Studio eine so gute Energie, dass es viele &#8222;First Takes&#8220; auf die Platte geschafft haben und sich für Glaspy wie eine „mühelose Katharsis“ angefühlt hat. Der roughe Sound des Quartetts ist grandios, es verwundert nicht, dass Glaspy als Inspirationsquellen u.a. Tom Waits und Sonic Youth nennt. Die Arrangements sind prägnant und aufgeräumt und bergen doch so manche Überraschung. Ihre Message an uns ist mitreißend: “For me, Echo The Diamond is a way of saying ‘shine bright’, ‘be brilliant‘“, sagt sie über ihr Album. In &#8222;Get Back&#8220; heißt es: „When nothing is enough &#124; It gets tough just to smile &#124; When every crack is a canyon &#124; Every inch feels like a mile &#124; Get back to the place you started from &#124; Get back to childhood, get back to what&#8217;s good“. „Female Brain“ ist eine Abrechnung mit allen nervigen Sexismen. Mein persönliches Highlight? „Hammer And The Nail“. Läuft bereits in Dauerschleife.</p>
<p>The post <a href="https://www.melodiva.de/cdreviews/echo-the-diamond/">Echo The Diamond</a> appeared first on <a href="https://www.melodiva.de">Melodiva</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Singer-/Songwriterin aus North Carolina veröffentlicht dieser Tage gemeinsam mit ihrem Partner, dem Komponisten und Gitarristen Julian Lage ihr drittes Album. Ein Werk, dem ich schon nach einmaligem Durchhören einen festen Platz im Regal meiner all-time-favorites reserviere! Glaspy hat einfach einen unverwechselbaren Style. Ihr Gesang klingt ehrlich, ungebändigt und ausdrucksstark, auf der anderen Seite verletztlich, auch ihr E-Gitarrenspiel ist ausgefallen. Mit David King (Drums) und Chris Morrissey (Bass) enstand im Studio eine so gute Energie, dass es viele &#8222;First Takes&#8220; auf die Platte geschafft haben und sich für Glaspy wie eine <em>„mühelose Katharsis“ </em>angefühlt hat. Der roughe Sound des Quartetts ist grandios, es verwundert nicht, dass Glaspy als Inspirationsquellen u.a. Tom Waits und Sonic Youth nennt. Die Arrangements sind prägnant und aufgeräumt und bergen doch so manche Überraschung. Ihre Message an uns ist mitreißend: <em>“For me, Echo The Diamond is a way of saying ‘shine bright’, ‘be brilliant‘“,</em> sagt sie über ihr Album. In &#8222;Get Back&#8220; heißt es: <em>„When nothing is enough | It gets tough just to smile | When every crack is a canyon | Every inch feels like a mile | Get back to the place you started from | Get back to childhood, get back to what&#8217;s good“</em>. „Female Brain“ ist eine Abrechnung mit allen nervigen Sexismen. Mein persönliches Highlight? „Hammer And The Nail“. Läuft bereits in Dauerschleife.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Here Comes Trouble</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/here-comes-trouble/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Nov 2021 06:57:57 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.melodiva.de/?post_type=cdreviews&#038;p=94681</guid>

					<description><![CDATA[<p>Einige Singles und Videos sind bereits als Vorboten erschienen, jetzt ist es da: das neue Album der Britin Charlotte OC. Die junge Künstlerin mit malawisch-iranischen Wurzeln hatte bereits mit 18 ihren ersten Plattenvertrag, wird von Hunderttausenden auf Spotify angehört und verzeichnet aktuell 38 Millionen Streams sowie über 90.000 Follower*innen in den sozialen Medien. Auf „Here Comes Trouble“ verarbeitet sie in 12 unwiderstehlichen Popsongs Herzschmerz und zerstörerische Beziehungen, miese Erlebnisse mit A&#38;Rs, bittere Erkenntnisse, schlimme Diagnosen und die eigene Vergänglichkeit. Es sind die inneren Dämonen, Schwächen und Selbstzweifel, die wohl jede*r kennt und die sie ungeschminkt und mit ihrer unverwechselbar coolen Stimme auf ihrem dritten Album zum Thema macht.</p>
<p>The post <a href="https://www.melodiva.de/cdreviews/here-comes-trouble/">Here Comes Trouble</a> appeared first on <a href="https://www.melodiva.de">Melodiva</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einige Singles und Videos sind bereits als Vorboten erschienen, jetzt ist es da: das neue Album der Britin Charlotte OC. Die junge Künstlerin mit malawisch-iranischen Wurzeln hatte bereits mit 18 ihren ersten Plattenvertrag, wird von Hunderttausenden auf Spotify angehört und verzeichnet aktuell 38 Millionen Streams sowie über 90.000 Follower*innen in den sozialen Medien. Auf „Here Comes Trouble“ verarbeitet sie in 12 unwiderstehlichen Popsongs Herzschmerz und zerstörerische Beziehungen, miese Erlebnisse mit A&amp;Rs, bittere Erkenntnisse, schlimme Diagnosen und die eigene Vergänglichkeit. Es sind die inneren Dämonen, Schwächen und Selbstzweifel, die wohl jede*r kennt und die sie ungeschminkt und mit ihrer unverwechselbar coolen Stimme auf ihrem dritten Album zum Thema macht.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>I Slept On The Floor</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/i-slept-on-the-floor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2020 11:09:44 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.melodiva.de/?post_type=cdreviews&#038;p=87223</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#8222;Frauen werden als hysterisch bezeichnet, wenn sie anderen die Wahrheit sagen, aber es gibt da eine klare Korrelation zwischen Unterdrückung und psychischen Krankheiten,“ sagt die Sängerin Catrin Vincent der Band Another Sky. Um toxische Beziehungen, Missbrauch, Polizeigewalt, Rassismus und Kindheitstraumata geht es denn auch in den Texten ihres Albums „I Slept On The Floor“. Da ist z.B. “Avalanche”, ein Song über strukturelle Unterdrückung: &#8222;There’s this disbelief around women, and a taught violence around men, making them feel like they can’t be emotionally vulnerable, and then this anger builds up and damages everything.” Vincent wuchs in einer homophoben, rechtsgerichteten Stadt auf, fühlte sich häufig als Außenseiterin und wurde gemobbt. Die Musik wurde zur Zuflucht. Was anfangs noch düster klang, als sie im Musikstudium in London ihre zukünftigen Bandmitglieder traf, machte einer Hoffnung auf Wandel Platz, die sie heute weitertragen will. Das tut sie mit ihrer ungewöhnlichen, vollen Ausnahmestimme, die sogar in der Tiefe noch nach Kopfstimme klingt. Mit ihrer kreativen Band &#8211; dem Gitarristen Jack Gilbert, der Bassistin Naomi Le Dune und dem Schlagzeuger Max Doohan, kreiiert sie berauschende Songs („Cracks“, „Fell In Love With The City“), die manchmal zart und zerbrechlich beginnen, um dann um so kraftvoller zu werden („Brave Face“). Es ist eine sehr ungewöhnliche Musik, die aus der Fülle ihrer Einflüsse &#8211; von Coldplay über Tracy Chapman und Radiohead zu Joni Mitchell &#8211; ihre besondere Wirkung bezieht.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8222;Frauen werden als hysterisch bezeichnet, wenn sie anderen die Wahrheit sagen, aber es gibt da eine klare Korrelation zwischen Unterdrückung und psychischen Krankheiten,“</em> sagt die Sängerin Catrin Vincent der Band Another Sky. Um toxische Beziehungen, Missbrauch, Polizeigewalt, Rassismus und Kindheitstraumata geht es denn auch in den Texten ihres Albums „I Slept On The Floor“. Da ist z.B. “Avalanche”, ein Song über strukturelle Unterdrückung:<em> &#8222;There’s this disbelief around women, and a taught violence around men, making them feel like they can’t be emotionally vulnerable, and then this anger builds up and damages everything.”</em> Vincent wuchs in einer homophoben, rechtsgerichteten Stadt auf, fühlte sich häufig als Außenseiterin und wurde gemobbt. Die Musik wurde zur Zuflucht. Was anfangs noch düster klang, als sie im Musikstudium in London ihre zukünftigen Bandmitglieder traf, machte einer Hoffnung auf Wandel Platz, die sie heute weitertragen will. Das tut sie mit ihrer ungewöhnlichen, vollen Ausnahmestimme, die sogar in der Tiefe noch nach Kopfstimme klingt. Mit ihrer kreativen Band &#8211; dem Gitarristen Jack Gilbert, der Bassistin Naomi Le Dune und dem Schlagzeuger Max Doohan, kreiiert sie berauschende Songs („Cracks“, „Fell In Love With The City“), die manchmal zart und zerbrechlich beginnen, um dann um so kraftvoller zu werden („Brave Face“). Es ist eine sehr ungewöhnliche Musik, die aus der Fülle ihrer Einflüsse &#8211; von Coldplay über Tracy Chapman und Radiohead zu Joni Mitchell &#8211; ihre besondere Wirkung bezieht.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kitchen Sink</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/kitchen-sink/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Aug 2020 11:34:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nadine Shahs viertes Album handelt von Widersprüchen – vor allem den privaten. Shahs Lyrics sind ironisch und scharfsinnig, dabei stets aus „Küchenspülen“-Perspektive, wie eine britische Redewendung ausdrückt, dass in vertrauter Umgebung alles thematisiert wird. Anders als auf der Vorgängerplatte „Holiday Destination“, die sich politischen und gesellschaftlichen Problemen widmete, geht „Kitchen Sink“ buchstäblich ans Eingemachte: In „Trad“ heißt es: „Shave my Legs / freeze my eggs / will you still want me when I’m old?“. In „Ladies for Babies (Goats for Love)“ und „Buckfast“ geht es um vernachlässigte Ehefrauen, „Club Cougar“ handelt von schmieriger Anmache. Dabei ist Shah nie gehässig oder schadenfroh – vielmehr schafft sie aus alltäglichem Sexismus und einengenden Beziehungen eine Atmosphäre dräuenden Unbehagens, in dem frau sich einerseits wiedererkennt, daraus aber auch schleunigst entkommen will, zur Not mit viel Alkohol, siehe/höre „Ukrainian Wine“. Die Songs sind dramatisch aufgebaut, erinnern in ihrer Kunstfertigkeit an Björk, aber auch an PJ Harvey. Shah kostet die Stärken ihrer voluminösen Stimme voll aus und ergänzt ihr tiefgründiges, gitarrenbetontes Songwriting mit gespenstischen Backgroundchören, Saxofon, synthetischem Pfeifen, Sirren und Klingeln – das klingt mal nach Westernsoundtrack, geht aber auch in Richtung Elektropop. Die britische Musikerin ist eine Storytellerin par excellence – nur allzu gemütlich macht sie es uns in ihrer Küche nicht.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nadine Shahs viertes Album handelt von Widersprüchen – vor allem den privaten. Shahs Lyrics sind ironisch und scharfsinnig, dabei stets aus „Küchenspülen“-Perspektive, wie eine britische Redewendung ausdrückt, dass in vertrauter Umgebung alles thematisiert wird. Anders als auf der Vorgängerplatte „Holiday Destination“, die sich politischen und gesellschaftlichen Problemen widmete, geht „Kitchen Sink“ buchstäblich ans Eingemachte: In „Trad“ heißt es: <em>„Shave my Legs / freeze my eggs / will you still want me when I’m old?“</em>. In „Ladies for Babies (Goats for Love)“ und „Buckfast“ geht es um vernachlässigte Ehefrauen, „Club Cougar“ handelt von schmieriger Anmache. Dabei ist Shah nie gehässig oder schadenfroh – vielmehr schafft sie aus alltäglichem Sexismus und einengenden Beziehungen eine Atmosphäre dräuenden Unbehagens, in dem frau sich einerseits wiedererkennt, daraus aber auch schleunigst entkommen will, zur Not mit viel Alkohol, siehe/höre „Ukrainian Wine“. Die Songs sind dramatisch aufgebaut, erinnern in ihrer Kunstfertigkeit an Björk, aber auch an PJ Harvey. Shah kostet die Stärken ihrer voluminösen Stimme voll aus und ergänzt ihr tiefgründiges, gitarrenbetontes Songwriting mit gespenstischen Backgroundchören, Saxofon, synthetischem Pfeifen, Sirren und Klingeln – das klingt mal nach Westernsoundtrack, geht aber auch in Richtung Elektropop. Die britische Musikerin ist eine Storytellerin par excellence – nur allzu gemütlich macht sie es uns in ihrer Küche nicht.</p>
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		<title>Black and White Vol.1</title>
		<link>https://www.melodiva.de/cdreviews/black-and-white-vol-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mane Stelzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2020 06:42:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Songwriterin und Pianistin Julia Biel hat bereits drei Alben vorgelegt – und mit diesem vierten Album deutlich gemacht, dass es noch weitere geben wird. Denn wie sonst sollte das „Volume 1“, was den Albumtitel „Black and White“ ergänzt, interpretiert werden? Dabei ist der Titel des Albums gleich in mehrfacher Hinsicht Programm: so steht er für die schwarzen und weißen Tasten des Klaviers, aber auch für die Höhen und Tiefen des Lebens. Und nicht zuletzt auch für die Vorstellung Julia Biels, eine „post-rassische“ Welt zu schaffen, in der „Rassen“ bzw. Ethnien, wie es dem deutschen Sprachgebrauch eher entspricht, nicht mehr diese oft diskriminierende Bedeutung wie heute haben. Nun aber genug der Vorrede, hier soll es ja vornehmlich um die Musik gehen! Julia Biel, die in London lebt und arbeitet, nimmt die Zuhörer*innen gleich durch ihre gleichzeitig markante und schnörkellose Stimme gefangen. Lediglich von ihrem ausgefeilten Klavierspiel begleitet, singt sie auf dieser CD von den Facetten des Lebens, von Liebe und Enttäuschung, von Wut und Hoffnungen. Dabei sind die Texte voller Metaphern und Anspielungen, die deutlich machen, dass neben dem musikalischen Ausdruck auch der Sinn für Sprache nicht zu kurz kommt. Gerade beim mehrfachen Anhören zeigt sich, dass diese Songs eine große Tiefe haben. Es lohnt sich, den Songs und Gedanken von Julia Biel ein Ohr zu schenken und sich auf Volume 2 zu freuen!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Songwriterin und Pianistin Julia Biel hat bereits drei Alben vorgelegt – und mit diesem vierten Album deutlich gemacht, dass es noch weitere geben wird. Denn wie sonst sollte das „Volume 1“, was den Albumtitel „Black and White“ ergänzt, interpretiert werden? Dabei ist der Titel des Albums gleich in mehrfacher Hinsicht Programm: so steht er für die schwarzen und weißen Tasten des Klaviers, aber auch für die Höhen und Tiefen des Lebens. Und nicht zuletzt auch für die Vorstellung Julia Biels, eine „post-rassische“ Welt zu schaffen, in der „Rassen“ bzw. Ethnien, wie es dem deutschen Sprachgebrauch eher entspricht, nicht mehr diese oft diskriminierende Bedeutung wie heute haben. Nun aber genug der Vorrede, hier soll es ja vornehmlich um die Musik gehen! Julia Biel, die in London lebt und arbeitet, nimmt die Zuhörer*innen gleich durch ihre gleichzeitig markante und schnörkellose Stimme gefangen. Lediglich von ihrem ausgefeilten Klavierspiel begleitet, singt sie auf dieser CD von den Facetten des Lebens, von Liebe und Enttäuschung, von Wut und Hoffnungen. Dabei sind die Texte voller Metaphern und Anspielungen, die deutlich machen, dass neben dem musikalischen Ausdruck auch der Sinn für Sprache nicht zu kurz kommt. Gerade beim mehrfachen Anhören zeigt sich, dass diese Songs eine große Tiefe haben. Es lohnt sich, den Songs und Gedanken von Julia Biel ein Ohr zu schenken und sich auf Volume 2 zu freuen!</p>
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